Aleida Assmann

Die Kinder von Teheran

Eine lange Flucht vor dem Holocaust
Cover: Die Kinder von Teheran
WBG Theiss, Darmstadt 2021
ISBN 9783806242782
Gebunden, 440 Seiten, 28,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Tobias Gabel. Mit einem Nachwort von Aleida Assmann. Von Polen in den Iran ist es ein weiter Weg von mehr als 20 000 km. Kaum vorstellbar, dass fast 900 polnisch-jüdischen Kindern diese Route bewältigen mussten. Doch genau auf diesen verschlungenen Pfaden entkam der Vater der Autorin der Judenverfolgung durch die Nazis. Zeit seines Lebens sprach er nicht darüber, was er im 2. Weltkrieg durchlebte: Flucht, Todesangst und die Hoffnung auf einen Neuanfang in einem unbekannten Land. Seine Tochter zeichnet in berührender Weise den Weg des kleinen polnischen Flüchtlingsjungen nach - stellvertretend für die über eine Million Juden aus Polen, die über die Sowjetunion vor den Naziverbrechen flohen.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 03.05.2021

Rezensent Carsten Hueck ist von Mikhal Dekels "Die Kinder von Teheran" richtiggehend begeistert. Dekel erzählt die Geschichte ihres 1940 aus Polen nach Palästina geflohenen Vaters, informiert der Rezensent, und in einem zweiten Strang  vom Entstehungsprozess des Buches des. Mithilfe von intensiver Recherche und "subjektiven Erlebnissen" beleuchtet das Werk ihm zufolge einen bisher wenig veranschaulichten Aspekt der Holocaustforschung, nämlich die Flucht. Der Rezensent erwähnt die Reise der Autorin an jene Orte, die ihr Vater auf seiner Flucht erleben und erleiden musste und erkennt an, dass sie in ihrem Buch dennoch anderen Zeitzeugen und Geschichten Raum gibt, die ihr auf der Reise begegneten. Das Buch sei "hervorragend und ungemein beeindruckend geschrieben" und ist somit mindestens "Sonderklasse", schließt der Rezensent.