Perlentaucher-Autor

Richard Herzinger

Richard Herzinger ist Korrespondent für Politik und Gesellschaft der Welt und Welt am Sonntag.
Rubrik: Intervention - 28 Artikel - Seite 1 von 2

Nun ist es an den Europäern

Intervention 25.03.2021 Die Biden-Regierung steht nicht nur vor der Aufgabe, der amerikanischen Führungsrolle in der Welt neue Geltung zu verschaffen, sondern auch, der Idee der Demokratie insgesamt auf der globalpolitischen Bühne wieder eine mächtige Stimme zu verleihen. Die kommenden Jahren werden entscheidend dafür sein, ob die demokratische Welt die Tendenz zur Dominanz autoritärer Mächte in der Weltpolitik noch einmal umkehren kann. Einige außenpolitische Akzentsetzungen Bidens sind richtig. Von Richard Herzinger

Mörderische Energie

Intervention 10.12.2020 Vor 25 Jahren wurde mit dem Abkommen von Dayton der Krieg um Bosnien-Herzegowina beendet. Aber der Bosnien-Krieg ist als Trauma auf dem Balkan weiter präsent, woran sich vor allem eins zeigt: Je länger man entfesselte Gewalt gegen ganze Bevölkerungsgruppen zulässt und je mehr Konzessionen man den Tätern macht, umso schwieriger, aufwendiger und langwieriger wird es, ein Minimum an zivilisatorischer Sicherheit wiederherzustellen.  Von Richard Herzinger

Eine existenzielle Krise

Intervention 15.10.2020 In einer Zeit, in der vieles wahr zu werden pflegt, was gerade noch für unmöglich gehalten wurde, tut man gut daran, auch den schlimmsten Fall nicht auszuschließen. Die Erfolgsgeschichte der USA seit dem Ende des Bürgerkrieges hat vielfach vergessen lassen, wie fragil die Konstruktion und die Balance der amerikanischen Gesellschaft stets gewesen ist. Bei den amerikanischen Wahlen steht nicht nur das Überleben der Demokratie in den Vereinigten Staaten in Frage, sondern auch ihre Integrität. Von Richard Herzinger

Wie war das in Syrien?

Intervention 11.09.2020 Es könnte sein, dass Wladimir Putin im Fall Belarus sein Erfolgsmodell der Repression neu erprobt: Festhalten an einem Diktator um jeden Preis, wie bei Maduro oder Assad. Indem der Kreml angeschlagenen Despoten die Haut rettet, macht er sie sich zu willfährigen Marionetten. Ein Lukaschenko, der die Fortsetzung seiner Herrschaft dem Kreml verdankt, wird damit für Putin zu einem idealen Vollstrecker seiner großrussisch-imperialen Ambitionen. Von Richard Herzinger