Stichwort

Woody Allen

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Kaputt in Indiewood: Greenberg von Noah Baumbach (Wettbewerb)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 14.02.2010 […] , man lernt: er war früher, vor seinem Nervenzusammenbruch, kaum anders. Das alles steht ausgekippt im Raum versammelt, weil "Greenberg" viel von allem will, aber nichts so richtig: Ein bisschen Woody Allen für die Indie-Welt, ein bisschen post-neurotische Rückschau für die 90er Grunge-Generation, einen sachten Geschmack von mumblecore für die Festival-Crowd, einige krasse Momente für das pubertäre […] Von Thomas Groh

Sei kein Held!

Im Kino 09.12.2009 […] taucht freilich noch der Buddie auf, den es ebenfalls braucht: als die englische Sprache - im Original - südstaatenmäßig zerkauender Mann mit den Schießgewehren und einer Schwäche für Leckerlis macht Woody Harrelson mal wieder eine wunderbare Figur. Dann begegnen die beiden auf ihrer Roadmovie-Tour der schönen jungen Frau (Emma Stone), unterwegs im Team mit einer ebenso ausgeschlafenen Zwölfjährigen (Abigail […] geglückten Beispielen wie "Unter Strom" aber als Symptom eines fatalen Sicherheitsdenkens verstehen muss. Zombieland. USA 2009 - Regie: Ruben Fleischer - Buch: Rhett Reese, Paul Wernick - Darsteller: Woody Harrelson, Jesse Eisenberg, Emma Stone, Abigail Breslin, Bill Murray, Amber Heard, Robert Hatch, Jacob G. Akins, Dalton Cole, Mike White, Melanie Booth, Daniel Burnley Unter Strom. Deutschland 2009 […] Von Ekkehard Knörer

Schluss mit Oktopus

Im Kino 02.12.2009 […] die Natur und den Zuschauer in eine aufregend zwischen Fremdheit und Anteilnahme oszillierende Beziehung. Man staunt da schon sehr. *** In seinem letzten Film, "Vicky Cristina Barcelona", hatte Woody Allen sein mal sanft, mal rüde übers Spielfeld geschubstes Personal durch einen Off-Erzähler gezielt auf Abstand gebracht. Dieser Zug der Distanzierung brachte gerade das Abstrakte und Mechanische an […] die "klassische" Erzählerfunktion) - und unterbrach in jedem Fall das unmittelbar zu beobachtende Geschehen. Die Unterbrechungsfunktion gibt es in "Whatever Works" auch, hier übernehmen sie, wie bei Woody Allen gewohnt, kurze Musik-Intermezzi, die man, nun eher vom Dramatischen her, als Vorhang zwischen einzelnen Akten begreifen kann. Einen speziellen Erzähl-Clou gibt es allerdings auch. In der ersten […] David), einen Mann schon nicht mehr ganz mittleren Alters, im Kreis männlicher Freunde auf dem Bürgersteig eines Cafes in Manhattan, mutmaßlich Greenwich Village. Er schwadroniert als exemplarisch Woody Allenscher Misanthrop über die Sinnlosigkeit der Existenz, Tod, explodierendes Universum, irdisches Jammertal etc. pp, das übliche Allerlei also, das leitmotivisch und längst vollkommen stereotyp bei […] Von Ekkehard Knörer

Leseprobe zu Thomas Metzinger: Der Ego-Tunnel. Teil 2

Vorgeblättert 31.08.2009 […] unsterbliche Seele, und nach rund siebzig Jahren fällt der Vorhang. Es wird kein Leben nach dem Tod geben, keine Strafe und keine Belohnung, keine Preisverleihung für gute schauspielerische Leistungen (wie Woody Allen einmal gesagt hat), und letztlich ist jeder von uns allein. Ich habe die Botschaft verstanden, und Sie können sich darauf verlassen, dass ich mein eigenes Verhalten daran anpassen werde. Wahr […]

Berlinale 8. Tag

Außer Atem: Das Berlinale Blog 13.02.2009 […] allerdings trägt der Text diesen Ernst nicht so ganz. Völlig anders und als auf beknackte Weise in der Tat komischer Kontrapunkt an zweiter Stelle Dani Levy, dessen surreale Komödie sich manches von Woody Allens Kurzfilm "Oedipus Wrecks" abgeguckt hat und alles an antisemitischen und anderen deutschen Traumata so sehr auf die Spitze treibt, dass sein Sohn Joshua nicht nur wie Ozons Ricky durch die Gegend […] Von Thekla Dannenberg, Lukas Foerster, Ekkehard Knörer

Towarisch Übelkrähe

Im Kino 10.12.2008 […] tief hinten im Osten beginnt wie im stinkenden Rachen eines zottigen Untiers der Film. Zwei Paare lernen einander kennen im Abteil der Transsibirischen Eisenbahn. Das eine Paar: Zwei Christen. Roy (Woody Harrelson) ist ein braver Mann und Jessie (Emily Mortimer) seine nicht so brave Frau mit Vergangenheit. Carlos (Eduardo Noriega) ist ein Womanizer, der aber nicht ist, wer er scheint. Seine Freundin […] litischer Reißer, der aber ohne allzuviel Heuchelei auskommt, ist "La Zona" jedenfalls interessant. Transsiberian. Großbritannien / Deutschland / Spanien 2007 - Regie: Brad Anderson - Darsteller: Woody Harrelson, Emily Mortimer, Kate Mara, Eduardo Noriega, Ben Kingsley, Thomas Kretschmann, Etienne Chicot, Mac McDonald La Zona. Mexiko 2007 - Regie: Rodrigo Pla - Darsteller: Maribel Verdu, Andres Montiel […] Von Ekkehard Knörer

Seid bitte böse!

Im Kino 03.12.2008 […] Gitarrenmusik. Wie Woody Allen zu den oft genug hanebüchenen Klischees steht, die er auftischt, ist nicht gewiss. Sein Film jedenfalls betrachtet sie schlicht und einfach als Material zur Verfertigung einer moralischen Geschichte (ohne Moral) vor den Augen seiner Betrachter. Wen das an Eric Rohmer erinnert und seine Serie zu den "Contes Moraux", dem kann man nur sagen: Genau. Woody Allen erreicht hier […] Erzählers wird die Künstlichkeit der Figuren, ihre psychologische Charakterisierung offenkundig und dadurch völlig neutralisiert. Was ihr seht, sagt diese Stimme, ist Figurenschach und sonst gar nichts. Woody Allen, der nie einer war, der sich für seine Figuren als dreidimensionale Charaktere interessiert, oder sie - Gott behüte - gar liebt, hat im ausgestellten Figurenschach eine Form gefunden, die seine […] sind; oder dass das, was man sieht, mit der Wirklichkeit anders denn über Konstellationsabstraktionen verbunden ist. Kalt und künstlich, getüftelt und berechnet ist das alles. In Wahrheit war es bei Woody Allen nie anders. Es ist dies, weil er hier seine Distanz zu allem Menschlichen deutlich wie selten macht, einer seiner komischsten und ehrlichsten Filme seit längerer Zeit. *** Der Papst kommt, es […] Von Ekkehard Knörer

Es nistet Gewissensbiss

Im Kino 04.06.2008 […] mit dem Namen "Cassandras Traum". Das ist der Beginn des nun schon wieder vorletzten Films von Woody Allen und eins ist klar: das wird kein gutes Ende nehmen, und zwar auf dem Segelboot. Die Brüder werden gespielt von Colin Farrell, der Ire ist, und von Ewan McGregor, der aus Schottland stammt. Bei Woody Allen haben sie, als Angehörige der unteren Mittelschicht, im Original einen Londoner Cockney-Akzent […] taucht ein Onkel auf, der Geld hat und für dieses Geld einen Mann, der seinen Reichtum gefährdet, aus dem Weg geräumt wissen will. Ein faustischer Pakt, eine griechische Tragödie, darunter macht es Woody Allen ja nicht, wenn er mal wieder einen seiner todernsten Filme dreht. Diesmal, wie beim sehr viel gelungeneren "Match Point", wieder in London. Zum Inhalt ist so viel zu sagen: Soziologisch wie […] Schwenk auf Schwenk zur jeweils sprechenden Figur. Zur Musik: Philipp Glass, der alte minimal music-Dudelsack, hat im Schlaf einen Soundteppich komponiert, der gegen Ende hin immer dräuender wird. Woody Allen ist ein abstrakter Autor, der seine Figuren stets vom Grundkonflikt aus denkt, den er entwirft. Sie haben, anders als in den komischen Filmen die Scherze, an die Allen seine Charaktere da gerne […] Von Ekkehard Knörer

Shapeshifter

Im Kino 27.02.2008 […] und nirgendwo: Bob Dylan, wohin man sieht. Aber Dylan ist nicht Dylan, das Biopic ist kein Biopic, stattdessen die wundersamste Darsteller- und Namensvermehrung. Dylan ist Marcus Carl Franklin ist Woody Guthrie ist Robbie Clark ist Heath Ledger ist Jude Quinn ist Cate Blanchett ist Richard Gere ist Billy the Kid. Dylan ist Ben Wishaw ist Arthur Rimbaud. Dylan ist jung ist alt ist schwarz ist weiß ist […] nur erfüllen, indem sie sich ihnen immer wieder entziehen. Ekkehard Knörer No Country For Old Men. USA 2007 - Regie: Joel Coen, Ethan Coen - Darsteller: Tommy Lee Jones, Javier Bardem, Josh Brolin, Woody Harrelson, Kelly MacDonald, Garret Dillahunt, Tess Harper, Barry Corbin I'm Not There.USA 2007 - Regie: Todd Haynes - Darsteller: Christian Bale, Cate Blanchett, Heath Ledger, Richard Gere, Julianne […] Von Thomas Groh, Ekkehard Knörer

Berlinale 8. Tag

Außer Atem: Das Berlinale Blog 15.02.2008 […] Komplexen: Amos Kolleks "Restless" (Wettbewerb) New York ist gar nicht die Hauptstadt der Psychiater, das wissen wir mittlerweile. Die Einwohner von Buenos Aires benötigen viel mehr Seelenklempner. Doch Woody Allen zählt mehr als dürre Zahlen, und so spielt "Restless" ganz zu Recht am Hudson. Denn dieser Film ist eine einzige Therapiesitzung. Auf der Couch finden sich nicht nur ein Vater und sein vernac […] Von Thekla Dannenberg, Ekkehard Knörer, Christoph Mayerl