Stichwort

Anohni

5 Presseschau-Absätze
Efeu 30.06.2016 […] Wenn Jens Balzer in der Berliner Zeitung davon spricht, das "sonderbarste" Konzert seit geraumer Zeit besucht zu haben, darf man aufmerken. Live gesehen hat er Anohni, die ihren von Oneohtrix Point Never gestützten Betroffenheitspop unter Textilverkleidungen sang und Figuren auf einer begleitenden Videoprojektion in den Mund legte. Reizvolle Idee, meint Balzer, doch "auf Dauer zu variationsarm und […] und undialektisch, um mehr abzugeben als bloß eine etwas höher geschraubte Ästhetik der Betroffenheit." Sophie Jung von der taz beobachtet unterdessen fasziniert Anohnis queere Körperperformance: "Den ungelenken Bewegungen setzt sie grazile Gesten ihrer Hände entgegen. Diese unbeholfene Divenhaftigkeit, diese manierierte Brüchigkeit ihrer Bühnenpersona ist ganz wunderbar. Wenn sie in ihren Texten ohne […]
Efeu 07.05.2016 […] vor deren Hintergrund er das aktuelle Album einschätzt und auch noch dort zu goutieren weiß, wo Anohni sich die Perspektive eines afghanischen Mädchens aneignet, das schluchzend nach dem eigenen Drohnentod verlangt: "Dergestalt sind die interessantesten Stellen auf diesem Album: An ihnen gelingt es Anohni, die typische Ambivalenz ihrer Musik - den Lobpreis der Nicht-Identität, das Oszillieren der P […] 'Steinways klingen dunkler, manche Leute empfinden das als reichhaltiger als den Fazioli-Klang.'" Hören Sie den Unterschied? (Uns scheinen die Höhen etwas grell.) Das neue Album "Hopelessness" von Anohni, der Sängerin, die früher Antony Hegarty hieß, beschäftigt die Popkritik weiterhin - nicht zuletzt wegen ihrer Polit-Texte, an denen sich die Kritikermeinungen scheiden (siehe dazu auch unsere Kul […]
Efeu 06.05.2016 […] " Antony Hegarty hat sich zur Frau gewandelt und ihr neues Album "Hopelessness" unter dem Namen Anohni veröffentlicht. Ein Going-Trans-Album ist es nicht geworden, dafür gibt es die ganz große Ladung an Schmerz über die weltpolitische Lage. Klaus Walter schüttelt sich in der Jungle World: "Wenn Anohni klageleiernd in die Rolle kindlicher Drohnenopfer schlüpft, dann ist das schlimmer als jeder Elends-Porn […] (Auf der Facebookseite des Autors haben sich mittlerweile diverse Popjournalisten zu einer regen und lesenswerten Diskussion dieser Besprechung eingefunden). Für Jan Kedves, der sich für die SZ mit Anohni getroffen hat, ist es dagegen "das raffinierteste Trojanische Pferd, das die Popwelt seit Langem gehört hat: ein Album, das mit elektronisch produzierten, kristallinen Popsongs Dystopien ins Ohr s […]