Stichwort

Bachmann-Wettbewerb

Rubrik: Efeu - 39 Presseschau-Absätze - Seite 1 von 3
Efeu 22.06.2020 […] Sehr zur Zufriedenheit der Kritiker ist der in diesem Jahr als reines Online-Zeltlager konzipierte Bachmann-Wettbewerb mit einer Auszeichnung für die 80-jährige Schriftstellerin Helga Schubert zu Ende gegangen (hier ihre Geschichte "Vom Aufstehen" als PDF). Gar nicht zufrieden zeigt sich Ekkehard Knörer im großen taz-Resümee hingegen mit der Performanz des mit seinen Zwischenrufen alle nervenden Jurors […] nie gewollt hat, diese aber bis zum Tod bat, über sie zu schreiben." Schuberts "verschlungene Ost-West-Geschichte dürfte in Zukunft sicher zu einer der erzählenswertesten, spektakulärsten des Bachmann-Wettbewerbs zählen", ist sich Gerrit Bartel im Tagesspiegel sicher. Zudem ist der Text "durchwirkt vom diskreten Anspielungsreichtum eines langen Leserinnenlebens", schreibt Judith von Sternburg in der […]
Efeu 20.06.2020 […] nicht ganz teilen. In der SZ sind Marie Schmidt und Stephan Felix indes ganz zufrieden damit, wie der Bachmann Wettbewerb die Coronakrise gemeistert hat: Mit Aufzeichnungen von den Lesungen und Online-Diskussionen. "So fatal es gewesen wäre, ausgerechnet in diesem Jahr keinen Bachmann-Wettbewerb zu haben, war es doch sicher auch keine übertriebene Vorsicht der Verantwortlichen, nicht einfach schnell […] Kaum erträglich findet Richard Kämmerlings in der Literarischen Welt den digitalen Bachmann-Wettbewerb, der ihm einen "Schaukampf literarischer Alphatiere" mit Neu-Juror Philipp Tingler in der Rolle des "Holzhammer"-Reich-Ranickis bietet: "Die Debatte … wird nicht etwa konzentriert und versachlicht, sondern schaukelt sich bei kleinsten Differenzen gleich ins Persönliche und Verletzende hoch wie man […] Abschluss über einen ob der Welt frustrierten Katzenfreund 'fühlte' nicht nur Nora Gomringer mit. Verstehen zweitrangig, hieß es." "Wirkliche Geschichten waren in den ersten anderthalb Tagen des Bachmann-Wettbewerbs nicht zu hören. Eher Bekenntnistexte und Monologe einer Literatur, die so melancholisch dahinredet, wie sich die von ihr beschriebene Gesellschaft womöglich anfühlt", meint auch Paul Jandl in […]