Stichwort

Die Grünen

Rubrik: 9punkt - 10 Presseschau-Absätze
9punkt 16.05.2020 […] und Theo Anders vom Rücktritt der Wiener Kulturstaatssekretärin und Grünen-Politikerin Ulrike Lunacek, der es in der Coronakrise nicht gelungen war, ausreichende Hilfen für die Kultur zu organisieren: "In ihrer Rede bedauerte Lunacek, dass sie die kulturpolitischen Vorhaben aus dem Regierungsprogramm, vor allem das Bestreben der Grünen nach mehr sozialer Gerechtigkeit im Kulturbetrieb, nicht mehr umsetzen […] ft: Kultur als Standortfaktor in der Globalisierung, der helfen soll, Edeltouristen und Fachkräfte ins Land zu bringen. Die grüne Handschrift liefert im Wesentlichen flankierende sozialpolitische Reparaturkonzepte." In der taz-Kultur spricht Andreas Fanizadeh mit der Grünen-Politikerin Katrin Göring Eckhardt, die mehr Hilfen einfordert: "Wir haben eine Kulturstaatsministerin, die zunächst nichts für […] nun gerade selbst an der Aufgabe, diese Nöte zu lindern." In einem flankierenden Essay im Standard fragt Uwe Mattheiss, wie es eigentlich grundsätzlich um die kulturpolitischen Vorstellungen der Grünen bestellt ist. Warum tun ausgerechnet sie sich so schwer mit einem Betrieb, der ihnen eigentlich nahesteht: "Gibt es tatsächlich so etwas wie kulturpolitische Visionen, oder hat sich am Ende die Perspektive […]
9punkt 14.01.2020 […] Helmut Neddermeyer von der Grünen Liste Umweltschutz Niedersachsen. Eine nicht zu unterschätzende Rolle, eine gerne übersehene Rolle bei der Entwicklung dieser das linke Spektrum sprengenden Konzeption spielten die Erfahrungen der osteuropäischen Opposition, in der sich linke und bürgerliche Kräfte längst zusammengetan hatten." Lesenswert über die Braunen bei den frühen Grünen ein Kapitel aus einem Buch […] In der FR erinnert Arno Widmann an die Gründung der Grünen vor vierzig Jahren. Die kamen damals kurz zur Einsicht, dass ein Zusammenschluss linker und linkester Gruppen nicht ausreicht, die Gesellschaft zu verändern: "So kam es zur Zusammenarbeit mit rechtskonservativen bis rechten Ökologen in der 1979 für die Europawahl gegründeten 'Sonstigen Politischen Vereinigung'. Vorsitzende waren der ehemalige […] Buch über die Grünen, das Michael Miersch in seinem Blog online stellt. Wir brauchen mehr Einwanderung, und das hat Folgen, auch kulturelle. Besser, die "Völker der früh industrialisierten Länder" gewöhnen sich schnell dran, meint Meinhard Miegel in der Welt: "Sie müssen begreifen, dass sie existenziell gefährdet sind, wenn sie ihre Alten, Kranken und Pflegebedürftigen nicht mehr aus eigener Kraft […]
9punkt 19.03.2019 […] Bei den Grünen im Berliner Bezirk Kreuzberg-Friedrichshain zirkuliert ein Antrag, Kreuzberger Straßen, die nach preußischen Generälen benannt sind - etwa die Gneisenau- oder Yorckstraße, möglichst nach verdienstvollen Frauen umzubenennen. Die Bild-Zeitung und die Berliner CDU sind empört, berichtet Antje Lang-Lendorff in der taz. Aber auch woanders gibt es Skepsis, etwa bei Historiker Hanno Hochmuth […] wir anfangen die Geschichte zu säubern in Hinblick auf die heutigen Standards, wüssten wir gar nicht, wo wir aufhören sollten.'" Götz Aly hatte schon vor einer Woche in der Berliner Zeitung gegen die Grünen-idee protestiert. […]
9punkt 10.09.2018 […] Am Wochenende tagte ein Frauenkongress der Grünen, der nochmal den Spalt zwischen den verschiedenen Denkarten des Feminismus offenbarte. Autorinnen der Emma protestierten gegen den "intersektionalen" und kulturalistischen Ansatz der meisten Sprecherinnen bei den Grünen, berichtet Patricia Hecht in der taz. Aber die Grünen lassen sich von der Verteidigung des Kopftuchs und einem Feminismus, der den […] den Antirassismsus über die Frauenfrage stellt, nicht abbringen: "Die frauenpolitische Sprecherin der Grünen, Gesine Agena, ist dazu sehr klar: 'In Zeiten des Erstarkens der AfD, in denen Rechte versuchen, Frauenrechte für sich zu vereinnahmen, muss grüne Politik intersektional, solidarisch und antirassistisch sein', sagte Agena der taz. 'Wir brauchen einen Feminismus, der unterschiedliche Diskriminierungen […]
9punkt 20.05.2017 […] anderen auch tun." Wer verstehen will, warum die Grünen, die den Diskurs in Deutschland so prägten und prägen, gerade so abrutschen, sollte vielleicht Ralf Fücks' Buch "Freiheit verteidigen" lesen, meint Welt-Autor Thomas Schmid. Denn wenn der ehemalige Leiter der Böll-Stftung "mit den allerbesten Argumenten eine neue industrielle Revolution, die grüne industrielle Revolution fordert, dann steht er - […] - wie ich auch - vor einem Dilemma, das er freilich nicht benennt. Wer wäre ein legitimerer Anwärter darauf gewesen, diese Revolution politisch zu orchestrieren, als eben die Grünen? Doch genau das haben sie, wie Fücks ausführlich zeigt, nicht getan. Sie haben sich in Fortschrittsskepsis, ja -feindschaft eingegraben. Ich will nicht von einem Drama oder gar einer Tragödie sprechen, aber traurig ist […]
9punkt 08.04.2017 […] westliche Welt würde einen Kreuzzug gegen den starrsinnigen türkischen Präsidenten führen. Hinter allem, was die Türken als Unheil erreicht, steckt eine ausländische Macht. " Nirgends regieren die Grünen länger als im Berliner Bezirk Kreuzberg-Friedrichshain, einer Großstadt in der Großstadt mit etwa 280.000 Einwohnern. Und über allem schwebt Christian Ströbele, der König von Kreuzberg. Max Thomas […] seiner Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung (AKP) gegen Kritiker der heraufziehenden Präsidialdiktatur in der Türkei hört man von Ströbele auch nur ein Wort, geschweige denn von anderen Berliner Grünen in Amt und Würden." […]