Stichwort

Dresden

366 Presseschau-Absätze - Seite 2 von 25
9punkt 05.10.2016 […] ten in Dresden, unbehindert von ihren Mitdemonstranten, sich das Recht nahmen, die Definitionsmacht darüber auszuüben, wer ein Mensch sei und wer nicht. Als sie am Rande der Einheitsfeier eines Schwarzen ansichtig wurden, gaben sie Affenlaute von sich und ahmten Affenbewegungen nach." In der Sonntags-FAZ (nachträglich online gestellt) schildert Karen Krüger das Leben der Muslime in Dresden: "Ich traf […] offenbar vor allem deshalb, weil Erdogan den Deal gedeckt hatte. Was deutsche Medien darüber berichten, ist 'Lügenpresse'-Propaganda." In der Welt blickt Thomas Schmid mit Abscheu auf die Enthemmung in Dresden, die sich am Tag der deutschen Einheit in ihrer abstoßendesten Variante zeigte: "Es ist eine besonders trübe Ironie der Geschichte, dass heute Elemente der NS-Sprache ausgerechnet in der Stadt Klemperers […] nicht hingehören. Sie erzählten mir, dass es viel Kraft erfordere, sich davon nicht das Selbstwertgefühl nehmen zu lassen. Nun, nach dem Bombenattentat fragen sie sich: Wie sicher sind wir noch in Dresden?" Claudia Ciobanu porträtiert in politico.eu den Bürgermeister der polnischen Stadt Stolp, heute Slupsk, Robert Biedroń, einen der wenigen offen homosexuellen Politiker in Polen und einem der möglichen […]
9punkt 30.05.2016 […] taz-Reportage den Dresdner Aktivisten Albrecht von der Lieth, der die Proteste gegen Pegida mit organisiert und überraschende Bündnispartner fand: "Die Sportvereine haben ihr Couscous-Essen gemacht. Und die Wirtschaft gründete das so genannte City Management, eine findige Initiative von Geschäftsleuten, um die Shopping-Flaute in der Innenstadt zu bekämpfen. Unter dem Slogan 'Dresden geht aus' soll nicht […] nicht etwa demonstriert werden, nein, die Dresdner sollen künftig jeden Montag von 17 bis 20 Uhr mit speziellen Events, freiem Streichquartett und Rabattaktionen und so weiter dazu verlockt werden, zum Shoppen anzumarschieren, um den zwanzigprozentigen Umsatzverlust wieder auszugleichen." Das Recht in den modernen Nationen Europas verdankt sich nicht den Nationen, sondern einer jahrhundertelangen […]
Efeu 25.04.2016 […] "Ich werde mitten unter Dresdener leben"! Peter Wawerzinek hat den Ruf als Stadschreiber in Dresden angenommen und will sich "endlich zu allem und der Pegida äußern", wie er im Debatttenportal Causa beim Tagesspiegel erklärt: "Ich wurde genommen, weil sich in diesem Jahr deutlich weniger Autoren um das Amt bewarben. Waren es ein Jahr zuvor noch knapp hundert, so ist die Zahl auf den kläglichen Rest […] Rest von dreiunddreißig Bewerbern geschrumpft. Da frage ich mich, was los ist mit unseren Schriftstellern? Wie kann binnen eines Jahres das Interesse für das Dresdner Amt um volle zwei Drittel sinken? Was hat über sechzig Autoren zum Rückzieher bewegt? Welche Angst, welcher Kleinmut macht sich da unter meinen Kollegen breit?" Weiteres: In der NZZ berichtet Andreas Breitenstein von der Beerdigung Imre […]
9punkt 27.02.2016 […] Manuel Brug besucht für die Welt die Dresdner Semperoper, die immer wieder unfreiwillig als Kulisse für Pegida-Aufmärsche herhalten muss. "'Wir müssen da durch', sagt nüchtern die farbige Mezzosopranistin Tichina Vaughn, die seit 2010 in Dresen als Solistin engagiert ist. 'Die Straßenbahnen fahren dann nicht mehr in der Altstadt, ich muss meine Einkäufe montags vor 18 Uhr erledigt haben und ich spüre […] spüre, wie die Stimmung immer aggressiver wird. Wenn das so weitergeht, wird Dresden bald eine geteilte Stadt sein', fährt die Amerikanerin fort, die ihre besorgten Verwandten und Freunde auf Facebook beruhigt. 'Noch fühle ich mich hier sicher, obwohl ich so exponiert bin, was ich wiederum nutze und mich schon an diversen Gegenveranstaltungen auch außerhalb der Oper beteiligt habe.'" […]
9punkt 13.02.2015 […] konnten somit sein parzielles Verbot, etwa an Schulen, als eine Stigmatisierung der muslimischen Bevölkerung geißeln." Michael Pilz will in der Welt nichts auf Dresden kommen lassen, sieht aber auch die weniger sympathischen Seiten der Stadt: "Dresdner haben es nie gern gehört, wenn Leipzig hymnischer besungen wurde, und je dumpfer ihre Stadt derzeit von außen wahrgenommen wird, umso dynamischer wirkt die […] Medien, eine Universität, die immer eine war - und ein moderner Fußballklub. Die Leipziger haben sich von ihren Traditionsvereinen ab- und der Filiale eines Salzburger Getränkevereins zugewandt, die Dresdner werden ihr Dynamo nie verleugnen." […]
9punkt 24.01.2015 […] Christian Jakob schickt für die taz eine lesenswerte Reportage aus Dresden, in der er nachzeichnet, wie sich Rechte und Linke tagelang darüber beharkten, wer den Tod des Eritreers Khaled Idriss Bahray verschuldet habe und ob die Polizei Informationen über einen rassistisch begründeten Mord unterdrücke. Als sich herausstellt, dass Bahray von einem Mitbewohner seiner Flüchtlings-WG erstochen wurde, dauert […] Stunde, da zeigt sich, wie schnell sich eine Debatte drehen kann. Sachsens CDU-Generalsekretär Michael Kretschmer verlangt von dem Grünen Volker Beck (der Anzeige wegen Strafvereitelung gegen die Dresdner Polizei gestellt hatte) eine Entschuldigung: "Dieser Vorgang und die Demonstrationen zeigen, welche Stereotype und Vorurteile es gegenüber Ostdeutschen gibt", sagt Kretschmer. Auch der Flüchtlingsrat […]
9punkt 06.01.2015 […] starke-meinungen.de: "Das Problem besteht nicht darin, dass - sagen wir - 20.000 Dresdener die Islamisierung Europas für eine Gefahr halten, sondern dass es bis weit in bürgerliche Kreise hinein ein Gefühl gibt, die Leute könnten ein bisschen Recht haben. Das Problem besteht nicht darin, dass einige Tausend Dresdener "Lügenpresse!" brüllen, weil sich die seriösen Medien der Kampfparole "Islamisierung" […] ung" nicht bedienen wollen. Das Problem besteht darin, dass sich die seriösen Medien getroffen fühlen." Wir tragen einen Text Peter Schneiders aus der Welt am Sonntag nach, der bei einer Demo in Dresden war und die ganze Aufregung nicht nachvollziehen kann: "Eine Bewegung, in der ich nur weiße Gesichter sehe und die zu Weihnachten unter freiem Himmel mühsam Weihnachtslieder von Blatt absingt, um sich […]
9punkt 16.12.2014 […] Pegida-Bewegung, die gestern in Dresden auf 15.000 Menschen anschwoll, hält Hasnain Kazim in Spiegel Online vor allem ihre Kaltschnäuzigkeit vor Augen: "Den Demonstranten ist offenbar gleichgültig, dass sie gegen die Opfer von Extremisten protestieren - nicht gegen die Extremisten selbst." In der Berliner Zeitung weiß Götz Aly, warum die Pegida ausgerechnet in Dresden so stark werden konnte: Die Stadt […] Stadt war schon immer fremdenfeindlich, mindestens seit 1840: "In Dresden waren "höchstens" vier jüdische Kaufleute erlaubt, weil sonst "die ganze Schlossgasse von jüdischen Kaufleuten wimmeln und der Handel in die Hände der Juden" geraten würde... Auf die Bitte der Israeliten, die Restriktionen zu lockern, entgegnete der Abgeordnete Dr. Wilhelm von Mayer ohne jedes Argument und in bestem Pegida-Ton: […]