Stichwort

Amanda Gorman

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Efeu 08.03.2021 […] Im Streit um die Übersetzung von Amanda Gormans Gedichten herrscht im Feuilleton auch weiterhin Einigkeit: Die Maxime, das für die Übersetzung eine geteilte Erfahrungswelt Voraussetzung sei, führe "schnell in Sackgassen", meint Tobias Döring in der FAZ. Aber vielleicht ging es der Intervention in den Niederlanden auch darum, dass die Übersetzung durch Rijnverld "jemand anderer die Chance auf Honorar […] nahesteht. Wie ein Liebesbrief direkt nach der Trennung." Rijneveld hat "einen sehr emotionalen und passagenweise auch pathetischen Text geschrieben. Genau darin kommt sie dem Inaugurationsgedicht von Amanda Gorman im Ton überraschend nah. Denn auch Gorman beschreibt eine verletzte Welt und beschwört deren Heilung." Weitere Artikel: In den "Actionszenen der Weltliteratur" erinnert Frank Trende an Michael […]
Efeu 04.03.2021 […] "was wirkt wie eine konsequente Fortsetzung der aktivistischen Avantgarden, läuft im Fall Amanda Gorman auf eine Entmündigung hinaus" und "letztlich trifft es auch Amanda Gorman, die - ungefragt - dazu verurteilt wird, vor allem als Schwarze wahrgenommen zu werden. Dass ihre Poesie sich aus schwarzen amerikanischen Traditionen speist, war schon beim Vortrag während der Amtseinführung von Joe Biden […] Nachdem ein Streit um die niederländische Übersetzung von Amanda Gormans Gedichten entbrannt ist (unser Resümee), diskutiert das Feuilleton über Fragen der Legitimität von Übersetzung. Catrin Lorch betrachtet den Fall in der SZ aus Perspektive der Quotierungen im Kunstbetrieb, die die Entdeckung und Diskussion heute geschätzter Künstlerinnen und Künstler überhaupt erst möglich gemacht hatte. Doch "was […]
Efeu 12.02.2021 […] In einem Essay für Geschichte der Gegenwart kommt Christine Lötscher nochmal auf Amanda Gorman und die Diskussion um deren Auftritt beim US-Kapitol zu sprechen. Löscher fragt sich, "warum Gormans Einstehen für die emanzipatorische Kraft des ästhetischen Raumes von einer Diskussion um die außerliterarische Legitimation von Literatur überlagert wird." In den Debatten darum, ob Gormans Gedicht zu suggestiv […] Warnungen ans vermeintlich unreife Publikum vor Lesesucht an, zugleich werde Kinder- und Jugendliteratur aber selten unter ästhetischen Kriterien diskutiert, sondern fast immer thematisch. "Auch Amanda Gorman hat ihre Stimme nicht nur deshalb entdeckt, weil sie mit Büchern in Kontakt kam, in denen die Protagonistinnen schwarze Mädchen und Frauen waren, die in ähnlichen Verhältnissen aufwuchsen wie sie […] die sie sich zu eigen machen und transformieren konnte. Die Frage, wie politisch Literatur sein muss oder darf, ist falsch gestellt. Sie ist, wie die emanzipatorische Geschichte der Lyrikerin Amanda Gorman exemplarisch zeigt, immer schon politisch." Außerdem: Für die FR spricht Claus-Jürgen Göpfert mit der Schriftstellerin Eva Demski. In den "Actionszenen der Weltliteratur" erinnert Marc Reichwein […]