Stichwort

Günter Grass

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Fast wie bei Amazon - Rechteeinkauf bei der FAZ

Essay 28.09.2007 […] Prozess der FAZ und SZ gegen den Perlentaucher, in dem es auch um Urheberrechte geht, hier, mehr zur Auseinandersetzung zwischen FAZ und Perlentaucher hier) hat's ausprobiert. Unsere Wahl fiel auf Günter Grass' Nobelpreisrede, die in der FAZ vom 9. Dezember 1999 veröffentlicht war. Diesen Artikel im FAZ-Archiv zu erwerben, ist wirklich kinderleicht - fast wie bei Amazon! Zunächst einmal muss man bei […] einer copyright-geschützten Nobelpreisrede bei dritten Parteien in Rechnung stellt, ist vom Copyright-Inhaber, der Nobel-Stiftung, nicht genehmigt." Auch andere in der FAZ abgedruckte Texte von Günter Grass lassen sich im FAZ-Archiv "kaufen". Etwa die Rede mit dem passenden Titel "Wir Urheber" von 2005, deren Veröffentlichungsrecht für einen Monat die FAZ dem Perlentaucher ebenfalls für 265 Euro einräumte […] informieren, sie zu beteiligen, und das sogar, wenn keine entsprechende Vereinbaung vorliegt? "Wir geben grundsätzlich keine Genehmigung dafür, dass Zeitungen Veröffentlichungsrechte an Texten von Günter Grass weitervertreiben", sagt Grass' persönliche Assistentin Hilke Ohsoling. "Diese Praxis entspricht nicht dem, was wir für richtig halten. Herr Grass und sein Verlag Steidl in Göttingen haben die Prüfung […] Von Thierry Chervel

Die Zeitungen und die Rechte ihrer Autoren

Essay 28.09.2007 […] (Thierry Chervels Artikel "Wie die FAZ dem Perlentaucher die Nobelpreisrede von Günter Grass verkaufte" finden Sie hier. D.Red.) Das Kürzel "GBI" hatte die freie Journalistin Sybille Klein* vor August 2005 noch nie gehört, aber was ein aufmerksamer Kollege ihr erzählt hatte, stimmte offenbar tatsächlich: Insgesamt 240 Artikel, die sie zumeist für die Frankfurter Rundschau geschrieben hatte, wurden […] ist der erste Schritt in Richtung eines Umbaus des Urheber- zum Verwerterschutzgesetz bereits getan. Fortsetzung folgt. "Fortsetzung folgt", das ist übrigens auch der Titel der Nobelpreisrede von Günter Grass aus dem Jahr 1999. Im FAZ-Archiv kann man sie für zwei Euro lesen. Oder auch Veröffentlichungsrechte daran erwerben: 265 Euro bucht die FAZ dafür am 13. August von der Kreditkarte des Perlentau […] Von Ilja Braun

Frühjahr 2007

Bücher der Saison 19.04.2007 […] en Großautoren Günter Grass und Martin Walser. Beide haben ausgerechnet die Form der Lyrik gewählt, um ihren Verletztheiten Ausdruck zu verleihen. Martin Walser fand mit seinen keineswegs balladenförmigen Balladen in "Das geschundene Tier" durchaus freundliche Aufnahme, die Zeit etwa hat diese "Tanzlieder um das Ich" sehr genossen. Keinen Gefallen getan hat sich dagegen Günter Grass mit seinem Band […] Autors gibt es nun erstmals die vollständige Fassung, die sogleich für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert wurde. Die SZ versichert, dass hier ein Autor von der Bedeutung Heinrich Bölls oder Günter Grass' mundtot gemacht wurde. Mitgerissen von den geradezu "rabelaishaften Wortkaskaden" des Autors zeigt sich die FAZ, und nur die FR kritisiert bei allem Lob die angesichts des Verbots erstaunliche […] Von Thekla Dannenberg, Ekkehard Knörer

Herbst 2006

Bücher der Saison 10.11.2006 […] gelungene Gegenbeispiel zu Günter Grass, für die Zeit besser als Joachim Fests Erinnerungen. Neben Kertesz' ungläubiger, untriumphaler und unkostümierter Sprache erscheinen ihr die Konkurrenten nur mehr wie aufgeputzte Jubiläumsschriften. Die FR muss an die Dialoge Platons denken und bewundert im Übrigen Kertesz' Mut, sich mit Adorno anzulegen. Über dieses Buch, Günter Grass und dessen Bekenntnis, als […] Von Thekla Dannenberg, Christoph Mayerl

Günter Grass, die SS, das Bekenntnis

Link des Tages 16.08.2006 […] ck von Eitelkeit." Neue Zürcher Zeitung. "In der Pose des selbstgewissen und von Eitelkeit nicht freien Moralisten versucht Günter Grass noch aus seinem Schuldgeständnis ein ästhetisch-ethisches Kapital zu schlagen." Roman Bucheli nimmt das späte Geständnis von Günter Grass, in der Waffen-SS gewesen zu sein, nicht gut auf. Vor allem die ungebrochene Rechthaberei von Grass stößt ihn ab. "Aber es kommt […] also. Ein ehemaliger Waffen-SSler wäre für diesen Preis wohl nicht in Frage gekommen." Frankfurter Rundschau. Der Autor Wilhelm von Sternburg hält Günter Grass' Geständnis auch nach mehr als sechzig Jahren für anerkennenswert. "Traurig aber, dass Günter Grass es auf eine so laute Weise tut und einen Zeitpunkt wählt, der ihn nicht ehrt. Alleine der Verdacht, hier promote jemand sein Buch, ist angesichts […] Die Welt. Burkhard Spinnen ruft nach "Behutsamkeit" und erinnert daran, dass Günter Grass aus diesem Fehler gelernt habe wie wenig andere. "Mein Vater erhielt noch eine Zeitlang Einladungen irgendeines militärischen Veteranenclubs. Meine Mutter erinnert sich an seine Kommentare dazu: 'Kannste alles wegwerfen!' Günter Grass ist über solche Einsichten und Anweisungen weit hinausgegangen. Er gehört zu […]

Krach um Peter Handke

Link des Tages 04.06.2006 […] Handke in der FAZ auf, eventuelle Missverständnisse auch ohne Preis doch bitte noch aufzuklären. Um ein versöhnliches Ende bemüht sich Volker Weidermann, der Handke für die FAS in Madrid besucht. Günter Grass weist in der Zeit darauf hin, dass Peter Handke kein ganz unwürdiger Heine-Preisträger gewesen wäre. In der gleichen Ausgabe verdammt Iris Radisch die an Diffamierung grenzende Behandlung der D […] Von Thierry Chervel, Christoph Mayerl

Der Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau

Link des Tages 02.02.2006 […] waren, wenn nicht gar auf ihre Ermunterung hin." Deutschland. Als die Berliner Akademie der Künste 1989 eine Solidaritätsveranstaltung für Salman Rushdie ablehnte, war dies für den Schriftsteller Günter Grass noch Grund genug auszutreten. Die Welt übernimmt von El Pais ein Interview, in dem der Nobelpreisträger eine andere Position bezieht: "Im Westen wird derzeit selbstgefällig die Diskussion über den […]

Grass, Gates und Videogames

Virtualienmarkt 24.01.2005 […] Urheber!" In wunderschön rhythmischen Sätzen durchpflügt er ein Thema, das jenseits von Anwälten, Lobbyisten und Aktivisten sonst nur noch Gähnen provoziert. "Wir leben aus zweiter Hand" poltert Günter Grass. Nicht die schöpferischen Urheber stünden heute im Vordergrund, so der deutsche Nobelpreisträger, sondern die Vermittler und Verwerter. Die Autoren würden mit wenigen Prozent am Ertrag ihrer Werke […] Von Rüdiger Wischenbart

Vom Nachttisch geräumt

Vom Nachttisch geräumt 16.06.2004 […] s schickt, wäre völlig unverständlich ohne ihre Erläuterungen. Der ironische Ton Johnsons wird dank dieser Zugaben auch vom taubsten Leser dechiffriert, und Johnsons sarkastische Bemerkung über Günter Grass wird verständlich, wenn man liest, dass der damals den Sturz Willy Brandts über Guillaume mit dem Allendes in Chile verglich. Es ist schön, dass der Passus, auf den Johnson sich bezog, mit abgedruckt […] Von Arno Widmann