Stichwort

Werner Herzog

Rubrik: Berlinale Blog - 12 Artikel

Laura Bispuris 'Vergine Giurata' (Wettbewerb) und die Abenteurerinnen vor und hinter der Kamera

Außer Atem: Das Berlinale Blog 13.02.2015 […] wo andere sind, sondern dahin, wo niemand zuvor gewesen ist: Jafar Panahis kluge und komische Teheran-Komödie "Taxi", Andrew Haighs Ehedrama "45 Years", Jayro Bustamantes Maya-Film "Ixcanul", Werner Herzogs bombastische Wüstenschnulze "Queen of the Desert", Terrence Malicks Bilderrausch "Knight of Cups" oder auch Wim Wenders Gefühlsdrama in 3D "Everything will be fine". Juliette Binoche, Nicole […] Von Thekla Dannenberg

Montagemeister von hinten: Peter Greenaways 'Eisenstein in Guanajuato' (Wettbewerb)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 12.02.2015 […] ausgegeben: "Reumütige Männer auf Sinnsuche." Ich finde das sehr vom Inhalt her gedacht. Nach den in ihrer Freiheit, Spielfreude und Poesie wunderbar bestrickenden Filmen der gestandenen Meisterfilmer Werner Herzog, Terrence Malick und nun auch Peter Greenaway, die allesamt nicht in Altmeisterei erstarrt sind, will ich als Motto ausgeben: "Lebensfrohe alte Männer auf neugieriger Suche." Peter Greenaway: […] Von Thomas Groh

Filmt aus der Gottesperspektive: Werner Herzogs 'The Queen of the Desert'

Außer Atem: Das Berlinale Blog 07.02.2015 […] Nicole Kidman ist Gertrude Bell ist Werner Herzog. Unschwer zu erkennen, was Werner Herzog, den großen, letzten Abenteurer des Kinos, an diesem Stoff interessiert: Eine Frau mit Eigen- und Starrsinn, vor allem aber mit Sinn für Poesie nicht nur in den schönen Künsten, sondern im Leben, zieht es in die wilde Welt der Wüsten, Beduinen und Nomaden, wo sie sich mit Tricks und Durchsetzungsvermögen behauptet […] behauptet, um die Schönheit der Dinge, der Welt beim Namen zu nennen. In der Wüste plaudert sie mit dem Scheich über Vergil. Werner Herzog ist Gertrude Bell ist Nicole Kidman. Man komme Herzog nicht mit historischer Wahrheit. Deutlich zu sehen ist die Anverwandlung der historischen Biografie in den eigenen poetischen Kosmos des Bajuwaren, der seit je, wie er selber sagt, ohnehin nur einen einzigen […] Daseins in einer indifferenten Welt dreht. Demut war Herzogs Sache nie (dafür umso mehr die Freiheit): Nicht er ist der Erzähler des Lebens von Gertrude Bell, umgekehrt ist es Gertrude Bell, die Werner Herzog hier über historische Distanz als Wesens- und Geistesverwandte ins eigene Werk integriert. Vielleicht auch deshalb wechselt Peter Zeitlingers hochmobile Kamera immer wieder in die Gottesperspektive […] Von Thomas Groh

Berlinale Warm-Up

Außer Atem: Das Berlinale Blog 05.02.2015 […] Terrence MalickMalick, Werner Herzog, Jafar Panahi Die wichtigste Nachricht kam zuerst: Schon im November, Wochen vor den ersten Filmankündigungen, wurde bekannt, dass Dieter Kosslick seinen Vertrag als Leiter der Berlinale ein weiteres Mal verlängern konnte: Mindestens bis 2019 bleibt er im Amt. Gott weiß warum (ein guter Kritikervorsatz für die diesjährige Ausgabe: Zurückhaltung beim redundanten […] Weltkinos gehört. Nicht viele Gründe gibt es eigentlich, auf ein Gertrude-Bell-Biopic namens "Queen of the Desert" mit Nicole Kidman gespannt zu sein. Aber doch einen entscheidenden: Regie führt Werner Herzog. Und wie dessen jahrzehntelang auf einsame, obsessive Männerfiguren abgestelltes Kino mit einer weiblichen Protagonistin umgeht: Das verspricht eines der aufregendsten Experimente des diesjährigen […] Von Lukas Foerster

Lebenszeichen: Werner Herzogs Blick in die 'Death Row' (Berlinale Special)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 14.02.2012 […] "Ich will eins von vornherein klarstellen", sagt Werner Herzog dem zum Tode verurteilten James Barnes gleich direkt ins Gesicht, "ich bin kein Befürworter der Todesstrafe. Aber das muss nicht heißen, dass ich dich mag." Barnes zuckt kurz, versteht aber offenbar umgehend, was Sache ist, dass es hier nicht um eine Empathieshow geht. "Okay", sagt er kurz, verständig. Wie viele andere Figuren in Herzogs […] verhindern, dass die zum Tode Verurteilten in den Rang von Medienstars aufsteigen. Dazu besucht Herzog die Orte des Verbrechens, spricht mit den Staatsanwälten des Verfahrens und den Rechtsanwälten. Werner Herzog kann nicht anders, er ist und bleibt Erzähler: Jedes der vier Porträts ist zugleich immer auch ein spannender Krimi im True-Crime-Format. Freilich verfolgt Herzog auch eine Agenda: "Als Deutscher […] entgegen, am schmerzhaftesten und eindringlichsten vielleicht wirklich in dieser Reihe über Leute, die das Gute im Menschen konsequent in Frage stellen lassen. Thomas Groh "Death Row." Regie: Werner Herzog. Mit: Linda Carty, James Barnes, Joseph Garcia, Hank Skinner u.a., USA/Deutschland/Österreich 2012, 188 Minuten. (Mehr Informationen) […] Von Thomas Groh

Ausblick auf die Berlinale 2012

Außer Atem: Das Berlinale Blog 08.02.2012 […] populären asiatischen Kinos einen Blick wert sein. Szenen aus Naoko Ogigamis "Rent-a-Cat" (Panorama) Was gibt es sonst noch? Berlinale Special, die beliebigste aller Sektionen, zeigt neue Filme von Werner Herzog (die Fernsehproduktion "Death Row" über zum Tode verurteilte Häftlinge in den USA, eine Art Ergänzung zum letztjährigen Kinofilm "Into the Abyss", der noch immer keinen deutschen Starttermin hat) […] Von Lukas Foerster

Raunen und Staunen: Wim Wenders und Werner Herzog in 3D

Außer Atem: Das Berlinale Blog 14.02.2011 […] Kunstbetrachtung gut eingeführtes Wort gibt, das Wenders' Bühnenweihefestspiele vollumfänglich beschreibt: "Pina" ist nicht mehr und nicht weniger als der reine Kitsch. *** Welch ein Kontrast dazu Werner Herzogs für den US-History-Channel entstandene Höhlenbegehung "Cave of Forgotten Dreams". Nahtlos schließt er damit an seinen dokumentarischen Antarktis-Besuch "Encounters at the End of the World" an, […] Machinationen begreift, denen die Herzogschen seltsamen Götter entsteigen. Etwas ästhetiktheoretischer formuliert: So wie Wenders mit seiner Schönheit im Kitsch sitzt wie die Made im Speck, unterhält Werner Herzog die subtilsten Beziehungen zum (entschieden postkantisch) Erhabenen. Mit der Nase stößt er den Betrachter auf allerlei, das ihm über Verstand und Begriff gehen soll. Das tut es freilich vor allem […] Tolle setzt, schlägt bei Herzog das Alberne verlässlich um ins Sublime. "Pina". Regie: Wim Wenders. Deutschland, Frankreich 2010. (Wettbewerb, Vorführtermine) "Cave of Forgotten Dreams". Regie: Werner Herzog. USA 2010. (Wettbewerb, Vorfürhtermine) […] Von Ekkehard Knörer

Vorhutkonkurrenz: Ausblick auf die Berlinale 2011

Außer Atem: Das Berlinale Blog 09.02.2011 […] der unmittelbar vor Drehbeginn verstorbenen Pina Bausch in den Raum ganz neuartig erschließenden 3-D-Bildern fest, wie er in einem Interview mit der Welt erzählte. Einzigartige Einblicke wurden Werner Herzog gewährt: Die fürs Publikum nicht zugänglichen Höhlenzeichnungen von Chauvet hat er eingefangen in ebenfalls drei Dimensionen. Nicht wettbewerbsfähig ist, weil rein fernsehfinanziert, eines der […] Von Ekkehard Knörer

Ibrahim liegt hier nicht: Mohamed Al-Daradjis 'Son Of Babylon'

Außer Atem: Das Berlinale Blog 13.02.2010 […] Gesichter junger Männer. (Ekkehard Knörers ausführliche Kritik zum Film her) In der kleinen Buchhandlung im Cinemaxx kaufe ich mir, um die Wartezeit zu Angela Schanelecs "Orly" zu unterbrechen, Werner Herzogs Tagebuch über die Dreharbeiten zu "Fitzcarraldo" und versinke eine gute Stunde in Herzogs Beschreibung des Dschungels, der Streitereien, der Unfälle. Einmal wurde dem Kameramann Thomas Mauch die […] Von Anja Seeliger

Der Wettbewerb: eine tiefinnere Liebe zum Kompromiss

Außer Atem: Das Berlinale Blog 11.02.2010 […] die im in Bombay und San Francisco gedrehten Film prominent figurieren. Der aufregendste Regisseur, auf den man im Berlinale-Palast stoßen dürfte, ist dagegen mit keinem eigenen Film am Start. Werner Herzog, dem im letzten Jahr mit "Bad Lieutenant: Port of Call New Orleans" ein irr-schräges kleines Meisterwerk gelang, sitzt nämlich der ansonsten wieder mal böse opportunistisch zusammengestellten Jury […] Von Ekkehard Knörer

Berlinale 2. Tag

Außer Atem: Das Berlinale Blog 11.02.2005 […] spekulativ um die Ohren haut. Dass es kein ganz großer Film ist, liegt dann wohl daran, dass er an den entscheidenden Stellen den Rahmen des Buchstäblichen nicht sprengt. Regisseur Lu Chuan ist kein Werner Herzog. Er begegnet dem Wahnsinn mit einer gewissen geschäftsmäßigen Nüchternheit. Er glüht nicht für das, was er zeigt. Dazu passt, dass er zuletzt den Rahmen wieder schließt mit ein paar Zeilen im Nachspann […] Von Thekla Dannenberg, Ekkehard Knörer