Stichwort

Holocaust

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Efeu 25.01.2019 […] vermag Spielberg das beste sinnliche Simulakrum des Holocaust zu schaffen, das bisher über die Leinwand lief", erklärt Beatrice Behn in der FAZ. "Dennoch ist kein Film zu diesem Thema ohne Ambiguität. Sobald sich Spielberg vom Geschichtlichen löst, wird es problematisch. Es sind die doppelten Bilder, Zwischentöne und vor allem, dass er den Holocaust als Geschichte der Lebenden, nicht der Toten erzählt […] erzählt. Es ist die Ausnahme, die Idee des guten Deutschen und der Juden, die dem Holocaust entkommen, die das Werk zum Problem machen. Vor allem weil es in seiner Vehemenz, aber vor allem seiner Popularität noch immer für sich allein steht." Philipp Stadelmaier sichtet den Film für die SZ mit dem heutigen Wissen um die bildpolitischen Kontroversen, die um den Film geführt wurden, neu - und erblickt in […]
Magazinrundschau 09.11.2018 […] Nach dem in den vergangenen Wochen eine Diskussion über die Zukunft des umstrittenen Erinnerungsprojektes der geplanten Holocaust-Gedenkstätte "Haus der Schicksale" entbrannt war, zeigt sich der renommierte Rechtsanwalt András Hanák (Sohn des legendären Historikers und Holocaust-Überlebenden Péter Hanák) skeptisch gegenüber den zwei Trägern des Projektes, nämlich dem ungarischen Staat einerseits und […] Wie wir wissen, lehnt der jetzige ungarische Staat für die Ereignisse nach dem 19. März 1944 die Rechtsnachfolge ab. Für die aus New York stammende Chabad-Gemeinde auf der anderen Seite spielt der Holocaust in ihrem auf die Ankunft des Messias wartenden Gedankensystem eine diametral andere Rolle als für die traditionellen orthodoxen Juden." […]
Magazinrundschau 19.09.2018 […] Publizist Sándor Révész betont den universalen Charakter des Holocaust und plädiert dafür, dass die Holocaust-Erinnerung in Ungarn nicht gänzlich zu einer Angelegenheit der jüdischen Gemeinden wird: "Es sollte auch nicht beklatscht werden, wenn die Scheinheiligen des Regierungslagers mit gespaltener Zunge bei allen möglichen Anlässen den Holocaust als Tragödie der ungarischen Nation deklarieren und betonen […] Deportierten keine Opfer. Als wären neunzig Prozent der Opfer des Holocaust ohne ungarische Staatsbürgerschaft weniger Opfer, als jene, die durch den ungarischen Staat und durch den von Viktor Orbán wiederholt angepriesenen Staatsmann, Miklós Horthy, an die Henker ausgeliefert wurden. Wer über die tragischen Erkenntnisse des Holocaust in Ungarn sprechen will, der sollte nicht die nationale Zugehörigkeit […]
9punkt 19.04.2018 […] beteiligten sich auch am Holocaust in Weißrussland. Die Bücher der Autorin, die nur auf Litauisch erschienen sind, wurden jetzt sämtlich von ihrem Verlag zurückgezogen - nur weil sie unter anderem nachweist, dass der litauische Nationalheld Adolfas Ramanauskas KGB-Agent war. Ralf Leonhard führt mit der Autorin ein faszinierendes Interview für die taz, in dem sie darlegt, wie der Holocaust in Litauen organisiert […] sich aber gleich Richtung Osten aus Litauen zurück und die Wehrmacht folgte ihr. Es verblieben also nur zwischen 600 und 900 Deutsche im Land. Ganz wenige von ihnen beteiligten sich am litauischen Holocaust. In der Zivilregierung arbeiteten um die 30.000 Litauer und weitere 25.000 waren in Freiwilligenbataillonen organisiert." Der litauische Antisemitismus, so Vanagaite, war traditionell katholisch geprägt […]