Christian E. Weißgerber

Mein Vaterland!

Warum ich ein Neonazi war
Cover: Mein Vaterland!
Orell Füssli Verlag, Zürich 2019
ISBN 9783280056967
Kartoniert, 256 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Er stilisiert sich nicht als Opfer widriger Lebensumstände und wurde auch nicht von raffinierten Funktionären verführt: "Ich hatte unzählige andere Möglichkeiten, aber ich wollte Nazi werden." Was muss geschehen, damit aus einem gewöhnlichen jungen Mann ein Neonazi wird? Also ein Mensch, der extreme Anschauungen vertritt, Kompromisse verabscheut, sich auserwählt glaubt und meint eine Mission zu haben? Weißgerber zeigt, wie die Abscheu vor dem politischen Alltagsgeschehen, das Misstrauen gegenüber dem gesellschaftlichen Establishment sowie die "gewöhnlichen" Alltagsrassismen eine Weltsicht hervorbringen, die am Ende nur noch eine Sichtweise erlaubt: Entweder die oder wir!

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 10.07.2019

Katja Thorwarth empfiehlt das Buch des Ex-Neonazis Daniel E. Weißgerber als lehrreiche retrospektive Selbstreflexion. Dass der Autor nicht nur Insiderwissen über Strukturen und Hintergründe der rechten Szene preisgibt, sondern sich in der kulturwissenschaftlichen Deutung von Männlichkeitsbildern und Symbolen versucht, Gemeinsamkeiten zwischen Identitären, NSU und AfD untersucht und den historischen Kontext herstellt, macht das Buch für die Rezensentin interessant.