Stichwort

Identitätspolitik

Rubrik: 9punkt - 130 Presseschau-Absätze - Seite 2 von 9
9punkt 11.07.2020 […] Im Interview mit der Welt spricht der israelische Philosoph Omri Boehm über den Zionismus, Israel als Apartheidsstaat (was er als Beschreibung ablehnt), Identitätspolitik und den Universalismus: "Ich denke, die deutsche Diskussion um Kants Rassismus geht am eigentlichen Punkt vorbei. Ich kenne die Debatte aus den USA. Viele meiner Studenten denken, Kant sei ein Kolonialist und ein chauvinistisches […] seiner Zeit. Aber will man jetzt die Grundidee der Aufklärung auflösen? Die eigentliche Frage ist nicht, ob Kant Rassist war, sondern ob der Universalismus selbst rassistisch ist, wie jetzt die Identitätspolitiker von links und rechts behaupten. Wenn Universalismus rassistisch ist, war Kant Rassist. Wenn Universalismus aber die einzige Antwort auf Rassismus ist, dann ist Kant die beste Waffe gegen Rassismus […]
9punkt 23.06.2020 […] Isolde Charim nicht sehr glücklich mit dem neuen Denkmalsturz, denn nach dem Tod von George Floyd gehe es in den USA nicht um Minderheitenrechte, sondern um gleiche Rechte für alle: "Das ist keine Identitätspolitik, die Minderheiten stärken und damit auch in eine Nische stellen will. Es ist vielmehr eine neue Perspektive auf die Gesamtgesellschaft - aus einem spezifischen Blickwinkel. Aus jenem, wo offe […] einfordern. Genau das macht auch ein breites Bündnis möglich. Genau das ermöglicht auch, dass sich Menschen aller Hautfarben an dieser Auseinandersetzung beteiligen. Nun mittels Denkmalstürzen wieder Identitätspolitik zu betreiben, ist ein Rückschritt." Auf taz online schreibt Jan Feddersen den Nachruf auf den im Alter von 85 Jahren verstorbenen israelischen Politikwissenschaftler Zeev Sternhell: "So sehr […]
9punkt 06.06.2020 […] Für den amerikanischen Autor Thomas Chatterton Williams zeigt sich gerade, dass Identitätspolitik nur in eine Sackgasse führen kann, denn Donald Trump ist der größte Identitätspolitiker von allen, sagt er im Welt-Interview mit Wieland Freund: "Meine These, die meines Erachtens gerade bestätigt wird, lautet: Obwohl Rasse nichts Reales ist, ist der Rassismus sehr real und erst er und seine Kategorien […] einem Text, den der Tagesspiegel von der deutschen Welle übernimmt: "In Brasilien enden die Militärdiktaturen immer nur für die Weißen, nie für die Schwarzen", mahnt Cuenca: "Obwohl eine fragile Identitätspolitik in jüngerer Zeit versuchte, die Ungerechtigkeit etwas abzumildern, hat das Land, das als letzte westliche Nation die Sklaverei abschaffte, seinen strukturellen Rassismus beibehalten. Diese Un […]