Stichwort

Indien

Rubrik: 9punkt - 43 Presseschau-Absätze - Seite 1 von 3
9punkt 13.03.2020 […] die um die Macht stritten." Indien war Gandhi nie sehr nahe, sagt der Journalist und Enkel von Mahatma Gandhi, Arun Gandhi im großen FR-Gespräch mit Joachim Frank mit Blick auf die religiösen und ethnischen Konflikte in Indien: "Man hat ihn benutzt und ausgebeutet, um das Ziel der Unabhängigkeit zu erreichen. Der eigentliche Plan meines Großvaters sah vor, dass Indien nach der Unabhängigkeit auf dem […] dem Weg der Gewaltlosigkeit weitergehen und eine darauf gegründete Gesellschaft aufbauen sollte. Das aber lehnte die Regierung ab. So ist Gandhi zwar bis heute in aller Munde, überall in Indien hängt sein Foto, überall hat man ihm Standbilder errichtet - aber trotzdem hat man sich seiner entledigt." […]
9punkt 09.03.2020 […] Die Ausschreitungen gegen Muslime in Indien sind auch die Folge einer hindunationalistischen Politik, die identitär ist und die Prinzipien der Aufklärung verraten hat, schreibt Jasmin Kalarickal in der taz: "Das fragwürdige Gesetz Citizenship Amendment Act (CAA) erleichtert die Einbürgerung von Menschen aus den Nachbarstaaten Pakistan, Bangladesch und Afghanistan, vorausgesetzt, sie sind keine Muslime […] Muslime. Modis neues Staatsbürgerschaftsgesetz ist nichts anderes als staatlich verordnete Diskriminierung. Zum ersten Mal seit Indiens Unabhängigkeit im Jahr 1947 wird die Staatsbürgerschaft an die Religion gebunden. Das widerspricht der indischen Verfassung und der Gründungslogik des Landes, das sich bewusst - auch im Gegensatz zu Pakistan - trotz einer Hindumehrheit für eine säkulare Republik entschieden […]
9punkt 01.06.2019 […] "Wenn man in Indien von 'links' spricht, meint man damit kommunistische Parteien. Und hier war das große Versagen der Linken, nicht mit dem Phänomen der Kasten umgehen zu können. Ich nehme an, in den USA ist es so, dass man mit Hautfarbe nicht umgehen konnte. Alle meine Bücher vom 'Gott der kleinen Dinge an' haben viel damit zu tun. Weil die Kaste der Motor ist, der das moderne Indien antreibt. Man […] Man kann in Indien nicht einfach mit den Worten 'Kaste ist Klasse, Kamerad' davonkommen. Es ist einfach nicht wahr." Die berühmte, von Jean-Paul Sartre gegründete Zeitschrift Les Temps modernes, die lange von Claude Lanzmann geleitet worden war, wird eingestellt, berichtet Rudolf Balmer in der taz: "Im Editorial zur ersten Nummer fasste Sartre den Menschen als 'Zentrum nicht hintergehbarer Unbestimmtheit' […]
9punkt 04.12.2018 […] Kasten in Indien alarmierend. Die Plattform hat die Verantwortung, nicht nur die freie Meinungsäußerung zu fördern, sondern auch die Meinungsfreiheit und Sicherheit ihrer schwächsten Nutzer zu gewährleisten. Koordinierte Angriffe auf verletzliche Stimmen schließen diese aus und machen Twitter zu einem weiteren Instrument der Verfolgung." Tiwtter hat bisher acht Millionen Nutzer in Indien und gilt als […] Thenmozhi Soundararajan ist eine Dalit-Aktivistin aus Indien. In der New York Times beschreibt sie, wie Dalits - einst als "Unberhührbare" bezeichnet - zuerst auf Twitter als Instrument der Meinungsfreiheit setzten, bis sie feststellten, dass sie auch dort zu Opfern von entfesselten Hasskampagnen indischer Kasten werden: "Angesichts des Ausmaßes der kastenbasierten Aggression und Belästigung auf Twitter […]
9punkt 02.10.2018 […] Genitalverstümmelung wid keineswegs nur in Afrika praktiziert, sondern auch in arabischen Ländern wie Oman und sogar in Indien, schreibt Thomas von der Osten-Sacken in einem Blogbeitrag der Jungle World. Dort werden bei einigen Muslimen der "so genannte Sunnat-Schnitt" als angeblich harmlose Beschneidung wie bei Jungen verteidigt. Der indische Premierminister Narendra Modi hat sich vor kurzem mit der […] hat sich auf deren Forderung einzulassen, die Frage nach dem Verbot der Beschneidung im Namen der Religionsfreiheit an ein Verfassungskomitee zu delegieren: "Die Kehrtwende Modis dürfte nicht nur in Indien, sondern auch in Nordafrika, dem Nahen Osten und Südostasien all denen Auftrieb geben, die sich gegen ein Ende der Praxis engagieren und sie als religiös gerechtfertigte Notwendigkeit verteidigen. […]