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Kriegsende

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Leseprobe zu Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Bd. 3. Teil 3

Vorgeblättert 07.05.2012 […] zuständig, Ende 1940 bis 1942 zeitweise Leiter der Gestapo in Straßburg; 1942/43 in Riga, wo er 1943 eine Einsatzgruppe gegen Partisanen führte, von Mai 1943 an beim SS- und Polizeigericht in Metz; nach Kriegsende untergetaucht, von 1952 an Rechtsanwalt in Bielefeld. (45) Das Protokoll beginnt hier, die Bedeutung der Ziffer ist unklar. (46) Theodor Dannecker (1913-1945), Kaufmann; 1932 NSDAP- und SS-Eintritt; […] (73) Margarete Mezei (1899-1993), Sekretärin; arbeitete für die IKG Wien, war u.a. Sekretärin Benjamin Murmelsteins, überlebte schwer verletzt einen Bombenangriff am 12.3.1945; arbeitete nach dem Krieg wieder für die IKG Wien. (74) Dr. Benjamin Murmelstein (1905-1989), Rabbiner; von 1938 an in leitender Position in der IKG tätig, u.a. Leiter der Auswanderungsabt.; im Jan. 1943 nach Theresienstadt […]

Leseprobe zu György Dalos: Der Fall des Ökonomen. Teil 3

Vorgeblättert 05.03.2012 […] überhaupt ein Kind, oder haben sie nur dem Schicksal die Frucht ihres freudlosen Beischlafs anvertraut? Welche Erwartungen hatten sie an ihre beschissene Zukunft? Schließlich wussten sie, dass der Krieg wütete und die Juden mit nichts Gutem zu rechnen hatten. Unter diesen Umständen war doch schon der bloße Gedanke an Nachwuchs eine Verantwortungslosigkeit! Sie hätten auch wissen können, dass sie sich […] ehemaligen Ghetto geblieben waren. In der Klauzál-Straße waren sie seit 1944 in einer Vierzimmerwohnung auf der dritten Etage mit dreißig anderen Leuten zusammengepfercht gewesen. Unmittelbar nach Kriegsende durften sie in das Haus Nummer 2 ziehen, ins Erdgeschoss gegenüber der Hausmeisterwohnung, was eine große Erleichterung gewesen war. Nachdem die Russen das Ghetto befreit hatten, waren fast alle […]

Leseprobe zu Edmund de Waal: Der Hase mit den Bernsteinaugen. Teil 1

Vorgeblättert 04.08.2011 […] geplanten Einsatzort nachzuverfolgen.      Und Viktor saß auf einem Stuhl neben dem Küchenherd, der einzige Platz im Haus, wo es warm war. Jeden Tag verfolgte er in der Times die Nachrichten über den Krieg, an Donnerstagen las er die Kentish Gazette. Er las Ovid, besonders die "Tristia", die Gedichte aus dem Exil. Beim Lesen strich er sich mit der Hand über das Gesicht, damit die Kinder nicht sahen, welche […] Zuversicht, in diesem neuen kaiserlichen österreichisch-ungarischen Heimatland würde es den dynastischen Ephrussi-Clan auf immer beherbergen. Am weitesten entfernt ist es von Kövecses.      Bald nach Kriegsende erhielt Elisabeth einen langen Brief von ihrem Onkel Tibor, mit der Schreibmaschine getippt. Pips hatte ihn im Oktober aus der Schweiz weitergeleitet. Der Brief war auf beinahe durchscheinendem Papier […] der Familie und Verwandten auf, von denen mir keiner ein Begriff ist: Samu, Herr Siebert, Familie Erwin Strasser, die Witwe von Janos Thuroczy, "ein zweiter Sohn, der seit damals vermisst wird", im Krieg deportiert oder in den Lagern verschwunden. Er schreibt von der Verwüstung in seiner Gegend, den niedergebrannten Dörfern, dem Hunger, der Inflation. Auf dem Land gibt es kein Wild mehr. Das Gut neben […]

Leseprobe zu Timothy Snyder: Bloodlands. Teil 1

Vorgeblättert 11.07.2011 […] von den osmanischen Macht­habern ­ermordet, Deutsche und Juden durch das Russische Reich deportiert, Bulgaren, Griechen und Türken nach dem Krieg zwischen Nationalstaaten ausgetauscht. Ebenso wichtig war die Zerstörung der integrierten Weltwirtschaft durch den Krieg. Kein erwachsener Europäer, der das Jahr 1914 erlebte, sollte die Wiederherstellung eines vergleichbaren Freihandels erleben; die meisten […] Spitze der Besiegten zu setzen, herrschte der Traum, das Blutvergießen könne weitere radikale Veränderungen rechtfertigen, die dem Krieg eine Bedeutung geben und seinen Schaden wettmachen würden.      Die wichtigste politische Vision war die kommunistische Utopie. Bei Kriegsende war es 70 Jahre her, dass Karl Marx und Friedrich Engels ihre berühmtesten Zeilen geschrieben hatten: "Proletarier aller Länder […] der nationalen politischen Systeme zu arbeiten, und unterstützten während des Krieges ihre Regierungen. Nicht so Wladimir Iljitsch Lenin, der Untertan des Zarenreichs und Führer der Bolschewiki. Sein voluntaristisches Marxismusverständnis, der Glaube, die Geschichte lasse sich aufs richtige Gleis stoßen, ließ ihn den Krieg als seine große Chance ansehen. Für einen Voluntaristen wie Lenin verlieh die […]

Leseprobe zu Hannah Arendt, Gershom Scholem: Der Briefwechsel. Teil 1

Vorgeblättert 30.08.2010 […] waren und uns regelmässig sahen.      Bei Ausbruch des Krieges waren wir alle zusammen in einem kleinen französischen Nest nahe bei Paris zwecks Sommererholung. Benji war ausgezeichnet in Form, hatte seinen Baudelaire teilweise fertig und war der m. E. Berechtigten Meinung, im Begriff zu sein, ausgezeichnete Sachen zu machen. Der Ausbruch des Krieges hat ihn gleich über die Massen erschreckt. Er floh am […] vor Ausbruch des Krieges das Institut ihm geschrieben hatte, dass sein monatliches Honorar nicht mehr sicher sei und er versuchen solle, sich nach etwas anderem umzusehen. Das hat ihm viel Kummer bereitet, obwohl auch er von der Ernsthaftigkeit dieses Ansinnens nicht sehr überzeugt war. Das machte die Sache eher unangenehmer als besser. Diese Angst nun fiel mit Ausbruch des Krieges weg; aber vor der […] das Ihre spekuliert. Aber alle, alle - blieben im Stalle, und "ferner liefen" nur die wir nicht riefen. Was tun? Das Institut war bereit an alle mögliche Stellen copies zu schicken. Ich denke, mit Kriegsende die zweite Auflage (ungefähr 100 Seiten mehr, mit dem zur Symbolik der 10 und auch sonst unbedingt fehlenden zehnten Capitel - in der Folge ein viertes - über die Entstehung und Anfänge der Kabbala […]

Leseprobe zu Eva Züchner: Der verschwundene Journalist. Teil 1

Vorgeblättert 25.02.2010 […]       Der Augenblick deines Verschwindens, wie meine Mutter ihn mir erzählte, hat sich in mein Gedächtnis gebrannt wie eine düstere Filmszene. Es ist der 21. September 1945, ein Freitag, vier Monate nach Kriegsende. Wir drei - Vater, Mutter, Kind - leben in Kleinmachnow bei Berlin, Im Walde 3, im Einfamilienhaus mit Garten. An diesem Abend klingelt es um elf Uhr. Du öffnest die Haustür. Die schwarze Nacht wird […] Mutter, die dich liebte, warst du ein leiser, introvertierter Intellektueller, ein freundlicher Mann, ein zärtlicher Vater. Nie seist du Parteimitglied gewesen, Feuilletons habest du geschrieben, im Krieg dann Nachrichten für das Ausland erfunden und ein Buch über irgendeinen U-Boot-Kapitän verfasst. Dein sehnlichster Wunsch sei es gewesen, Schriftsteller zu werden.      In deinem wohlformulierten […]

Leseprobe zu Christopher Isherwood: Löwen und Schatten. Teil 1

Vorgeblättert 08.02.2010 […] dem Rücken und schaute auf seine ordentlichen kleinen braunen Schuhe.      Ich kann ihn noch hören:      "Napoleon der Dritte tastete mit größter Subtilität und Gewandtheit nach einem Anlaß für den Krieg. Es war sein Unglück, daß er bald entdecken mußte: B-bedauerlicherweise kann man nicht gleichzeitig dem M-mars und dem M-mammon dienen?"      Er redete leise und konzentriert mit einem winzigen Zögern- […] waren gewöhnungsbedürftig. Ein großer Prozentsatz seiner Schüler langweilte ihn, und er ließ dies auch erkennen -auf unauffällige, aber höchst beleidigende Weise. Er war ein, zwei Semester nach Kriegsende an unsere Schule gekommen. Es war eine schwierige Zeit für einen neuen Lehrer, der sich vorgenommen hatte, unorthodoxen Unterricht zu geben. Die Sechste bestand immer noch aus Jungen, die es nur […]

Leseprobe zu Christopher Isherwood: Löwen und Schatten. Teil 2

Vorgeblättert 08.02.2010 […] Ich meine, ganz unvermeidlich - " Wir bereiteten uns nun geschäftig auf die Stipendienprüfung in Cambridge vor. Chalmers und ich gehörten zum ersten Schub von Kandidaten, die unsere Schule seit Kriegsende nach Cambridge schickte, und es gab großes allgemeines Interesse an den Resultaten. Mr. Holmes, der in Cambridge studiert hatte, galt als jemand mit freundlichen Verbindungen; jedenfalls zeigten […]

Leseprobe zu Siegfried Jägendorf: Das Wunder von Moghilev. Teil 3

Vorgeblättert 20.08.2009 […] , in der Bukowina und der Ukraine. Der Historiker Raul Hilberg sagte über Rumänien: "Kein Land außer Deutschland war an der Vernichtung der Juden in solchem Maße beteiligt wie Rumänien."      Der Krieg hatte schon zwei Jahre lang in Europa gewütet, bevor er Siegfried Jägendorf und die Radautzer Juden im Oktober 1941 erreichte. Die Deutschen hatten bereits Polen, Dänemark, Norwegen, Holland, Belgien […] haben die Zugführer der Polizei ganze Geldpakete nach Hause geschickt? Alle Offiziere haben wertvolle Gegenstände in ihren Wohnungen.      Es wird bezeugt, Leutnant Rosca hätte gesagt, er würde bei Kriegsende seinen Dienst quittieren, weil er genug Geld zum Leben habe."      Isidor Pressner, Vorsitzender der Radautzer Gemeinde, gelang es, einen Notruf aus Atachi an Dr. Filderman in Bukarest zu schicken: […]

FAZ enteignet den Papst

Redaktionsblog - Im Ententeich 02.04.2009 […] Kehlmanns Schrift gegen das Verbot von Maxim Billers Roman "Esra" (FAZ: 3,75 Euro), Monika Marons Plädoyer gegen Gesine Schwan als Bundespräsidentin, Günter Grass' Essay zum sechzigsten Jahrestag des Kriegsendes (Die Zeit: 2,38), die Nobelpreisreden von J.M. Coetzee (FAZ: 3,75 Euro) und Orhan Pamuk (Süddeutsche: 3,21 Euro), Imre Kertesz' Rede über das Jahrhundert von Auschwitz (Süddeutsche: 3,21 Euro), Martin […] Günter Verheugen (Süddeutsche: 3,21 Euro), Uwe Tellkamps Essay über die DDR (FAZ: 3,75 Euro), die Regensburger Rede des Papstes (FAZ: 3,75 Euro) und die Rede des Bundespräsidenten Horst Köhler zum Kriegsende (FAZ: 3,75 Euro) Vielleicht haben einige dieser Autoren tatsächlich ihre Verwertungsrechte an die Zeitungen abgetreten. Aber der Papst? Bundespräsident Horst Köhler? Von einigen Autoren weiß ich […] Von Anja Seeliger