Stichwort

#MeTwo

6 Presseschau-Absätze
9punkt 09.08.2018 […] Jörg Wimalasena erklärt in der taz, warum er trotz Rassismuserfahrungen, die auch er gemacht hat, nicht unter #MeTwo twittert: "Ständig verlangen progressive Linke (mit und ohne Migrationshintergrund) von diesen 'alten weißen Männern', die eigenen Vorrechte zu hinterfragen, ohne dass sie selbst das täten. Stattdessen wird der Diskurs bei Twitter vor allem von der Verabsolutierung der eigenen - tat […] Netzwerk selbst, um die soziale Exklusivität der Nutzer zu verdeutlichen. Fast zwei Drittel der deutschen Twitter-Nutzer hatte laut einer Umfrage 2017 Abitur oder sogar studiert... Unter #meToo und #meTwo twittern nicht etwa Menschen, die im Diskurs nicht zu Wort kommen: es sind Menschen, denen man ohnehin schon zuhört." […]
9punkt 30.07.2018 […] Autorin Hatice Aküyn löschte ihre Tweets unter #MeTwo am Freitag und erklärte, sie sehe sich dazu gezwungen, da der rassistische Backlash zu groß sei." Armin Nassehi misstraut im Blog seines Kursbuchs der Wohligkeit, mit der Özils Vorwurf des Rassismus von vielen aufgegriffen wird. Zwiespältig aber ist für ihn die Lektüre der Erfahrungen unter dem Hashtag #MeTwo: "Wenn man diese Erfahrungen liest, läuft […] geschafft hat, liegt erwiesenermaßen nicht an den Deutschen. Hierzulande lagen seine Sympathiewerte stets unter denen von Thomas Müller, Philipp Lahm oder Manuel Neuer." Die Debatte unter dem Hashtag #MeTwo läuft aus dem Ruder, berichtet Caroline Schwarz in der taz: "In dieser Debatte ist es extrem - nach wenigen Tagen wird sie von Hass anstatt von Solidarität und Verständnis dominiert. In den Kommentaren […] bereits darin ist, solche Erfahrungen für sagbar zu halten und sich damit auseinanderzusetzen. Zuvor dürften die Erfahrungen mit Rassismus viel extremer gewesen sein - aber kaum sagbar. Darin ist #MeTwo seinem Zwilling #MeToo sehr ähnlich." Arno Widmann setzt sich in der FR mit den "15 Prozent" auseinander, die Mesut Özil ablehnen - und in die er sich durch sein Eintreten für Erdogan doch zugleich […]
9punkt 28.07.2018 […] Nun gibt es auch, ins Leben gerufen durch den Aktivisten Ali Can, den Hashtag #MeTwo, unter dem Menschen mit Migrationshintergrund von ihren Erfahrungen mit Diskriminierung und Rassismus berichten. Jetzt wird klar, "dass das Einwanderungsland Deutschland weder ein zeitgemäßes Konzept von Einwanderung noch eines vom Deutschsein hat", schreibt Jörg Häntzschel in der SZ und sucht nach Erklärungen: "Die […] Fall der Mauer war die Wiedervereinigung vordringlicher als die Einwanderung. Und danach war die Integration der Ostdeutschen wichtiger als die von Türken." Auf ihrer Medienseite druckt die SZ fünf #metwo-Tweets ab. Nie haben so viele Erwachsene die deutsche Sprache gelernt wie seit Herbst 2015, schreibt Malte Lehming im Tagesspiegel und meint: "Ein Syrer, der Deutsch lernt, fühlt irgendwann auch deutsch […] notfalls auch mit kleinen Fehlern." Ein Mädchen mit Hidschab? Aber nur wenn der Wolf aussieht wie Ayatollah Chomeini! Rassismus sei alltäglich, schreibt Jean-Pierre Ziegler bei Spiegel Online zur #MeTwo-Kampagne, in der sich Opfer auf Twitter äußern: "Betroffen sind demnach vor allem jene, die irgendwie 'anders' aussehen. In dem Papier stehen Beispiele: ein Befragter wurde als 'Neger' beschimpft, eine […]