Stichwort

Pornografie

Rubrik: Im Kino - 9 Artikel

Entschieden unweise

Im Kino 18.12.2013 […] sich das auf allerhöchstens zehn Minuten "Porno" - in einem Dreistundenfilm. Dazu kommt: Trotz aller gegenteiliger Anrufungen sehe ich die Nähe auch dieser Szenen zu den Bildern der kommerziellen Pornografie schlicht und einfach nicht; oder höchstens im oberflächlichsten aller Sinne: es geht halt um Sex und erst einmal um nichts anderes. Aber Kechiche inszeniert den Sex gerade nicht ums "genitale Ereignis" […] Von Lukas Foerster, Nikolaus Perneczky

Der Stoff greift über

Im Kino 20.11.2013 […] Kasperle-Theater freut man sich, wenn die anfangs dumm-ordinäre Schauspielerin sich als kluge und scharfe Kritikerin entpuppen darf: Sacher-Masoch, das sei keine Weltliteratur, sondern frauenfeindliche Pornografie, wettert sie an einer Stelle. Das wiederum dürfte Polanski zu der Beteuerung angeregt haben, ihn habe die "die feministische Seite" des Projekts interessiert. Ob es die wirklich gibt, sei dahingestellt […] Von Lukas Foerster, Elena Meilicke

Matsch Point

Im Kino 25.08.2011 […] hinaus - seine Arbeitskollegen, wie gehabt durch Vorabvision. Das Prinzip der Serie: die dergestalt von der Schippe Gesprungenen müssen auf die Schippe zurück. Der Rest des Films ist dann Todesarten-Pornografie. Wie in anderen Pornos auch muss man durch die erzählenden Passagen, oder wie in der Oper durchs Rezitativ, mit Geduld und Vorfreude irgendwie durch. Blöd sind die Dialoge, stupid ist der Plot […] als visuelle Appetithäppchen gereicht, der Thrill liegt im Aufschub und darin, dass man nicht im vorhinein weiß, wie und wo dann was bricht und wie es zum Exitus der und des Betroffenen führt. Pornografie-analog ist "Final Destination" also nicht nur im Wechsel zwischen den Passagen des schlecht geschriebenen Faden und denen virtuos inszenierter hoher Erregung, sondern auch in der Steigerungsstruktur […] Von Thomas Groh, Ekkehard Knörer

Götter des Glücks und des Unglücks

Im Kino 03.09.2008 […] eine ganz selbstverständliche, von einer außerordentlich komischen Rückblende unterbrochene Sexszene zwischen den beiden. Es gelingt dem Regisseur so ohne jeden Aufwand an Tabubrecherei, was der Pornografie sonst so selten gelingt: Er macht die Objekte des Blicks lüsterner Betrachter zu Subjekten ihres eigenen Blicks auf sich selbst. Das ist und bleibt, als Softporno, der es ist, nicht jedermanns und […] Von Thomas Groh, Ekkehard Knörer