Stichwort

Pornografie

27 Artikel - Seite 2 von 2

Matsch Point

Im Kino 25.08.2011 […] hinaus - seine Arbeitskollegen, wie gehabt durch Vorabvision. Das Prinzip der Serie: die dergestalt von der Schippe Gesprungenen müssen auf die Schippe zurück. Der Rest des Films ist dann Todesarten-Pornografie. Wie in anderen Pornos auch muss man durch die erzählenden Passagen, oder wie in der Oper durchs Rezitativ, mit Geduld und Vorfreude irgendwie durch. Blöd sind die Dialoge, stupid ist der Plot […] als visuelle Appetithäppchen gereicht, der Thrill liegt im Aufschub und darin, dass man nicht im vorhinein weiß, wie und wo dann was bricht und wie es zum Exitus der und des Betroffenen führt. Pornografie-analog ist "Final Destination" also nicht nur im Wechsel zwischen den Passagen des schlecht geschriebenen Faden und denen virtuos inszenierter hoher Erregung, sondern auch in der Steigerungsstruktur […] Von Thomas Groh, Ekkehard Knörer

Götter des Glücks und des Unglücks

Im Kino 03.09.2008 […] eine ganz selbstverständliche, von einer außerordentlich komischen Rückblende unterbrochene Sexszene zwischen den beiden. Es gelingt dem Regisseur so ohne jeden Aufwand an Tabubrecherei, was der Pornografie sonst so selten gelingt: Er macht die Objekte des Blicks lüsterner Betrachter zu Subjekten ihres eigenen Blicks auf sich selbst. Das ist und bleibt, als Softporno, der es ist, nicht jedermanns und […] Von Thomas Groh, Ekkehard Knörer

Krankheit als Metapher

Virtualienmarkt 05.11.2007 […] chkeit profilieren. Zugleich möchte er die Überlegenheit des Denkens in Zeilen gegenüber dem Denken in Bildern hervorheben. Schirrmacher hat sich dabei in seiner Rede mit auch Verve dem Thema Pornografie im Internet genähert. Er fordert explizit eine Debatte - deutlicher kann man ein Themenfeld nicht bestellen. Doch wer eine solche Debatte anstoßen möchte, muss sich fragen lassen zu welchem Zweck […] chaotischen Internet der unkontrollierbaren Nischen einen plakativen Kristallisationspunkt erhalten soll. Die Institutionkrise des Journalimus würde so doch leidlich unredlich auf das Problem der Pornografie projiziert. Bei Sueddeutsche.de erhielt das Schirrmacher-Manuskript einen schönen, von der Printversion abweichenden Vorspann: "Nicht das Internet ist der Feind des Journalismus, sondern das Kalkül" […] Von Robin Meyer-Lucht

Berlinale 3. Tag

Außer Atem: Das Berlinale Blog 11.02.2006 […] Roehlers "Elementarteilchen" (Wettbewerb) Es ist schwierig, einen Teppich zu verfilmen. Oskar Roehler hat es geschafft. Mit viel Geduld ist er immer wieder über das Gewebe aus Gesellschaftskritik, Pornografie und Sinnsuche herübergegangen und hat langsam kleine Knötchen entdeckt und so lange gedreht und gezwirbelt, bis sie größer wurden, zu erkennbaren Figuren, zu Geschichten. Was und wie viel auf dem […] Von Thekla Dannenberg, Ekkehard Knörer, Christoph Mayerl

Nicht einmal Liebe

Vom Nachttisch geräumt 09.01.2006 […] 8. Bearbeitet von Stephen E. Buckwalter. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2004. 515 Seiten, gebunden, 128 Euro. ISBN 3579048945. Bestellen. Aus der Pasing-Epoche des Sex-Business Von der Pornografie sagt man gerne, sie sei billig und schmutzig. Etwas, mit dem abzugeben die eigenen Geschmacksnerven zu verfeinert sind. Von Hans-Jürgen Syberberg gibt es einen sehr schönen, dieses Klischee exzellent […] Geld und Intelligenz sehr viel Geld gemacht werden und auch noch die intelligentesten Männer zufriedengestellt werden können. Das gab es immer und wird es immer geben. Daneben gibt es die teure Pornografie. Sie ist nicht sauber, aber clean. Sie wird aufwändigst hergestellt. Sie ist nicht billiger als ein Werbefilm und dass sie jemals ihre Kosten wieder einspielt, ist kaum vorstellbar. Man betrachte […] Von Arno Widmann

"Man muss nur die richtigen Züge machen"

Außer Atem: Das Berlinale Blog 19.02.2005 […] Verwertung gerät. Mit den letzten Bildern begibt sich der gewiss wagemutigste Film des Wettbewerbs in eine moralische Grauzone und kommt darin um, weil er die eigene Schaulust von der Schaulust der Pornografie nicht zu trennen willens oder in der Lage ist. Und doch: Es war, neben "Gespenster", der einzige der Filme des Wettbewerbs, die ich gesehen habe, der den Streit, die Diskussion überhaupt lohnte […] Von Ekkehard Knörer

Berlinale 8. Tag

Außer Atem: Das Berlinale Blog 17.02.2005 […] Fahrstuhl die offenbar tote, jedenfalls leblose Pornodarstellerin findet. Sie schleppt sie in ihre Wohnung, sie isst schmatzend eine Melone. Von der Melone und dem Schmatzen ist es nicht weit zur Pornografie, in "The Wayward Cloud". Der Pornoregisseur kennt kein Vertun und lässt seinen Darsteller mit der Leiche weiterdrehen. Das leblose Stück Fleisch genügt allemal, die gefilmte, nicht die filmende Kamera […] ein, Cantopop, der Titelsong "The Wayward Cloud". Die drei Filme sind sich begegnet und ich habe das entsetzliche Gefühl, dass Tsai Ming-Liangs Film, der eigentliche Film, einverständig mit der Pornografie selbst für den Fall, dass er sie eigentlich denunzieren will, im Mund seiner Protagonistin kommt. Ekkehard Knörer "Tian bian yi duo yun - The Wayward Cloud". Regie: Tsai Ming Liang. Mit Shiang […] Von Ekkehard Knörer

Berlinale 4. Tag

Außer Atem: Das Berlinale Blog 08.02.2004 […] Zeigen geradezu ausstellen. Das weibliche Geschlecht in Großaufnahme, der erigierte Schwanz des Mannes, Körperflüssigkeiten. Das ist Pornografie, ruft eine Zuschauerin erbost, nach dem Film. Nun, natürlich ist es Pornografie, aber anders als sie denkt. Pornografie nicht in der Absicht der Erregung, sondern in der schieren Literalität der Zeichen. Der Mann steht für den Mann, die Frau steht für die […] Frau. Man sieht, was man sieht. Die Worte, die gesprochen werden, sind Klartext. Nicht unbedingt verständlich, aber sie bedeuten nichts anderes als das, was sie sagen. Pornografie des Gedankens: ich sage alles, was ich denke. Pornografie des Zeigens: ich zeige alles, was es zu sehen gibt. Breillat traut den Bildern so wenig wie den Worten, deswegen stehen sie zu einander im Verhältnis der Transskription […] Nikhil Advani. Mit Darsteller: Jaya Bachchan, Preity Zinta, Shah Rukh Khan, Saif Ali Khan, Sonali Bendre u.a., Indien 2003, 187 Minuten (Forum) Catherine Breillats "Anatomie de l'enfer" ist Pornografie - und ist nichts. Die Hölle, um die es Catherine Breillat geht, ist eine christliche. Sie ist eine Hölle, die die Menschen einander bereiten, oder, denn hier muss man genau unterscheiden: die […] Von Ekkehard Knörer