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Religion

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Hat es Dir gefallen? Es ist verboten!: Burhan Qurbanis 'Shahada' im Wettbewerb

Außer Atem: Das Berlinale Blog 17.02.2010 […] das Bekenntnis aufzusagen. Doch als Samir über Daniel kniet und ihm am Boden festhält, greift er plötzlich dessen Hand. Samir und Daniel sind schwul und ineinander verliebt, Begehren kollidiert mit Religion (wie alles andere im Film ganz buchstäblich: "hat es Dir gefallen?" - "es ist verboten!"), bis zum bitteren Ende. Die Szene mit Daniel und Samir sieht aus, wie dem trashigsten Camp-Melodram seit John […] nicht vorkommt, ist auch nur irgendeine Form von Alltag. Der Moslem in Deutschland lebt, so scheint es, in einem permanenten Ausnahmezustand, außerdem wird sein Leben an allen Ecken und Enden von Religion determiniert, als etwas, zu dem er sich auf die eine oder andere Art verhalten muss und zwar Tag und Nacht. Selbst die Songtexte, zu denen die anfangs noch rebellische Mayram in der Disco tanzt, sind […] Von Lukas Foerster

Das Behagen an der Unkultur

Redaktionsblog - Im Ententeich 18.01.2010 […] müssen ihrer Religion abschwören." Es ist Unterstellung. Hirsi Ali verlangt nur von den Muslimen, wie von allen Gläubigen, jene Toleranz, die auch ihnen erwiesen wird. Ein "Abschwören" verlangt sie nirgends. Aufklärung setzt ja überhaupt erst den Rahmen, der eine Koexistenz von Religionen möglich macht. Der von Gustav Seibt besungene Religionsfriede war zunächst ein Frieden gegen die Religionen - gegen […] entfesselten Totalitätsanspruch -, bevor er zum Frieden mit den Religionen wurde. Wahr wird Religion allerdings im Religionsfrieden noch nicht, weil hier der einzelne Gläubige immer noch unter Kuratell seiner Priester steht. Wahr wird sie erst im persönlichen Bekenntnis, also dann, wenn ein Gläubiger auch die Freiheit hat, sich von seiner Religion zu lösen, ohne mit Sanktionen rechnen zu müssen. Also in einer […] Vorliebe führen. China und Russland stimmten zusammen mit anderen honorigen Mitgliedern der Vereinten Nationen wie Uganda oder Simbabwe für eine UN-Resolution gegen "Diffamierung von Religionen", die als einzige Religion den Islam explizit erwähnt (mehr hier).   Der Begriff der Islamophobie dient den 57 Ländern der Organisation - darunter lupenreine Demokratien wie der Iran, Saudi-Arabien, der Sudan […] Von Thierry Chervel

Wunschtraum eines Apokalyptikers

Redaktionsblog - Im Ententeich 27.07.2009 […] darum auch nicht als "westliche Werte" im Gegensatz zum Islam. Sie setzen zunächst einmal eine Lösung von den eigenen Religionen und Traditionen voraus. Paradoxerweise wird die aus der Aufklärung geborene Demokratie dadurch zu dem einzig möglichen Regime, das eine Koexistenz von Religionen ermöglicht. Natürlich zieht Aufklärung jeden Glauben in Zweifel, aber sie ermöglicht ihn auch gerade als Freiheit […] Bekenntnis jenseits von Tradition und Priesterzwang. Erst die Freiheit abzufallen, macht den Glauben wahr. Diese Freiheit zur Religion - nicht etwa ein "Fundamentalismus der Aufklärung" - zieht in Wirklichkeit den Hass der Fundamentalisten auf sich. Ihnen geht es gar nicht um Religion, sondern um die Verfügungsgewalt über die Individuen. Im Fall des Islamismus ist das sprechendste Symbol dieses Willens zur […] Kulturen kommt? Gray dreht die Debatte, die er offensichtlich nur aus TGAs Darstellung kennt, gewissermaßen auf Null zurück. "Ein großer Teil des Staatsterrors im letzten Jahrhundert war säkular, nicht religiös", gibt er zu bedenken, "Lenin und Mao waren bekennende Anhänger von Aufklärungsideologien." Genau den gleichen Einwand hatte auch schon Garton Ashs Antipode in der "Islam in Europa"-Debatte, Pascal […] Von Thierry Chervel