Stichwort

Rote Armee

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Die Großartigkeit des Landes Dada

Post aus der Walachei 23.03.2006 […] widerwärtig heiter und vergnügt, Sebastian übersteht die Kriegsjahre, trotz Schreib- und Aufführungsverbots, trotz Geldnot und Todesangst. Nach dem Sturz Antonescus am 23. August 1944 marschiert die Rote Armee ein. Was unter dem Zeichen des Kommunismus mit dem Land geschieht, erlebt er nicht mehr. Am 29. Mai 1945 erfasst ihn ein LKW. Ein banaler Verkehrsunfall führt nach Jahren der Bedrohung zu seinem […] Von Hilke Gerdes

Fassbinder war kein Sozialdemokrat

Vom Nachttisch geräumt 06.02.2006 […] bekam: Er schlief mit der Frau des Chefs. Der hieß übrigens Horst Söhnlein und war später bei den Kaufhausbrandstiftern in Frankfurt/Main dabei. Er sprang aber noch rechtzeitig ab, bevor die sich zur Roten Armee Fraktion entwickelten. Nicht anders - das wissen wir heute nach den Forschungen von Jane Goodall - geht es bei Schimpansengruppen zu. Vielleicht gibt es auch unter ihnen Männchen, die das mit ähnlich […] Von Arno Widmann

Die schönen Dreißigjährigen

Essay 09.06.2005 […] der "Räuber" von edlen Terroristen in Banditen? Es geht dabei nicht um das 18. oder 19. Jahrhundert, sondern um die jüngste Vergangenheit, etwa Ulrike Meinhof und Andreas Baader und ihre linke Rote Armee Fraktion. Außerdem: Wann hört der Marquis von Posa aus "Don Carlos" auf, vom Fürsten die Gewährung der Gedankenfreiheit zu erbitten und sich von der deutschen Unfähigkeit zum revolutionären Protest […] treiben. Doch auch das ist nicht mehr möglich, weil sämtliche Ideologien der Revolte verschlissen und in Museen, multimedialen Ausstellungen und Kult-Hauskapellen verwahrt wurden. Selbst für die Rote-Armee-Fraktion gab es eine eigene Ausstellung in Berlin, wo man sich bis vor kurzem die Kassiber der zu lebenslanger Haft verurteilten Terroristen sowie Dokumente über die Entführung (und Ermordung) des […] Von Adam Krzeminski

So viele Kriege wie Nationen

Essay 06.04.2005 […] auf der anderen Kollaborateure, die diesen unterstützten, und auf der dritten schließlich die passive Mehrheit, die zu überleben versuchte. Das Reich lag zwar in Trümmern, doch für viele von der Roten Armee besetzte Länder bedeutete das Ende des Krieges nicht Frieden, sondern ihnen wurden sowjetische Hegemonie, Bürgerkrieg und Regierungen, die sich auf sowjetische Panzer stützten, aufgezwungen. Im […] roten Fahne, im Hintergrund die Ruinen von Budapest und an den Seiten jubelnde Ungarn - ohne eigene staatliche Symbole. Diese Inszenierung der Dankbarkeit der befreiten Völker wurde in allen von der Roten Armee besetzten Gebieten vervielfältigt, und der auf einen Sockel gesetzte T34-Panzer wurde zu dem Denkmal der Befreiung - und der militärischen Präsenz der UdSSR. Nicht nur der Panzer, auch die geradezu […] gewesen zu sein, als ob Hitler kein Österreicher gewesen wäre und ihn 1938 nicht Massen von Österreichern bejubelt hätten. Auch die DDR hielt sich für das neue, bessere Deutschland, befreit von der Roten Armee und regiert von Antifaschisten, die das Dritte Reich in Konzentrationslagern oder in der Emigration überstanden hatten. Auf diese Weise war der Nationalsozialismus lediglich eine Irrperiode der deutschen […] Von Adam Krzeminski

Vorgeblättert

Vorgeblättert 12.09.2002 […] nationalen Republiken im Bestand der UdSSR leben. Damit ergab sich aber das Problem, wie man das Vorrücken der Roten Armee bis zu Weichsel und Narew, d. h., in Räume mit rein polnischer Bevölkerung, erklären sollte.  Hier faßte Stalin den Entschluß, Polen zum fünften Mal zu teilen. Die Rote Armee sollte nicht bis zur Weichsel bei Warschau marschieren, sondern bereits am Westufer des Bug bei Brest haltmachen […] zum 17. September 1939 stand sie allerdings nur auf dem Papier. Erst an diesem Tage wurde sie Wirklichkeit. Während die Deutschen noch mit der Einkesselung Warschaus beschäftigt waren, rückte die Rote Armee auf Brest und Lwow vor. Die Deutschen drängten Stalin zur Eile, dieser aber wollte den Ausgang der Kämpfe in Mittelpolen abwarten. Dann tauchten in Moskau Zweifel auf, ob die deutschen Divisionen […] Moskau während des deutschen Vormarsches über verschiedene Varianten des eigenen Verhaltens debattiert. Als sich rasche Erfolge der Wehrmacht abzeichneten, mußte man zu einem Entschluß kommen. Die Rote Armee sollte in jedem Falle aktiv werden. Als einfachste Begründung bot sich an (und wurde dann auch veröffentlicht): Da der polnische Staat zerfällt, kann die Sowjetunion ihre Blutsbrüder in Westweißrußland […]