Stichwort

Siebenbürgen

Rubrik: Magazinrundschau - 17 Presseschau-Absätze - Seite 1 von 2
Magazinrundschau 21.08.2016 […] Der zur ungarischen Minderheit im rumänischen Siebenbürgen gehörende Schriftsteller Béla Markó spricht über den ungarischen Nationalfeiertag am 20. August, dessen staastsgründerische Ideale er in der Flüchtlingsdebatte noch einmal betonen möchte: "Könnte es heute ein anderes akzeptables Programm der ungarischen Gesellschaft in Siebenbürgen geben als 'Erhalt durch Veränderung'? Und kann etwas bitterer […] bitterer sein, als wenn jemand in Ungarn die Begriffe Europäertum und Ungarntum einander gegenüberstellt und uns explizit oder implizit vor die Wahl stellt, Europäer oder Ungarn zu sein? ... Aus Siebenbürgen zumindest sehe ich es so: Wir brauchen nicht nur Herz, sondern auch Hirn für die Nation. Aber dann müssen wir uns auch fragen, wofür wir in dieser seltsamen Zeit Herz haben, in der Zeit der neueren […]
Magazinrundschau 24.10.2015 […] Der aus Siebenbürgen stammende Dichter und Schriftsteller Béla Markó, der jahrzehntelang für die ungarische Minderheitenpartei RMDSZ im rumänischen Parlament saß, beklagt das Fehlen einer vereinigenden Erinnerung an die ungarische Revolution von 1956. Nach der Niederschlagung durch die sowjetische Armee kam es in zahlreichen Fällen auch zu Repressalien gegenüber der ungarischen Minderheit in den b […] benachbarten Ländern. Zugleich begann ein Ringen um die Deutungshoheit der Ereignisse, das nach Markó bis zum heutigen Tag anhält: "Nach der Niederschlagung begann auch in Siebenbürgen die Zeit der Vergeltung, Todesurteile, schwere Gefängnisstrafen für etwas, das dort gar nicht passiert war: für die ungarische Revolution. Nicht für Gewehrschüsse, sondern für Kerzen auf dem Friedhof, für Rezitationen […]
Magazinrundschau 23.07.2010 […] Herta Müller gehörte zur deutschen Minderheit im rumänischen Siebenbürgen. Der Autor Zsolt Lang gehört dort zur ungarischen Minderheit. Aber Herta Müllers Sprache lässt ihn sofort eine gewisse Verwandtschaft erkennen: "Verblüffend ist auch, wie bei Herta Müller die Sprache durch die Rede hindurch sich selbst zuhört. Und diese lauschende Sprache ist unverkennbar Siebenbürgisch. Wenn diese siebenbürgische […] siebenbürgische Sprache den Zug betrachtet, kommt ihr der rumänische 'tren' in den Sinn, der wie die deutsche 'Träne' klingt. Ein Deutscher aus Siebenbürgen sieht im deutschen Wort 'Schaukel' weniger den Wippstuhl, als vielmehr eine hin und her schaukelnde Wiege. Und das rumänische Wort für 'Wiege' (leagăn) weist im Klang wiederum Ähnlichkeiten mit dem Wort 'Lager' auf." "Die dritte Republik geht zu Ende" […]
Magazinrundschau 19.12.2008 […] noch nicht automatisch über die Welt Siebenbürgens schreiben. Sehr wohl gibt es Autoren, wie Attila Bartis zum Beispiel, die mittlerweile zwar in Budapest leben und arbeiten, deren Grunderlebnisse aber aus Siebenbürgen stammen. Dieser Tradition gehöre ich in der Tat an, ich könnte mich ihr auch kaum entziehen. Aber bin ich deshalb ein Schriftsteller aus Siebenbürgen? Natürlich nicht, weil ich nicht dort […] Dragoman übersiedelte 1988, im Alter von 15 Jahren mit seinen Eltern aus Marosvasarhely in Rumänien nach Ungarn. Der Kritiker Csaba Karolyi fragte ihn, ob seine Schriften der ungarischen Literatur Siebenbürgens zugeordnet werden können - sofern es diese Kategorie überhaupt gibt: "Ich habe ziemlich früh für mich entschieden, dass diese Kategorie nicht existiert. Solche Schubladen mag ich nicht. Das Schöne […]
Magazinrundschau 09.11.2007 […] die Kommentare beantworten sollten, die sich auf ihre Rezensionen beziehen." Die im rumänischen Siebenbürgen lebende Literaturwissenschaftlerin Eva Cs. Gyimesi hat die im vergangenen Jahr gegründete rumänische Zeitschrift Foaia Transilvana entdeckt, die sich dem Europäischen in der Geschichte Siebenbürgens, seiner ethnisch-religiösen Vielfalt und seiner eigenartigen Kultur verschrieben hat. Gleichzeitig […] n Öffentlichkeit um keinen Fingerbreit bewegt. Jahrzehntelanger Argwohn und Frustration, die Verachtung gegenüber dem rumänischen Volk haben eine Isolation zur Folge, mit der sich die Ungarn in Siebenbürgen aus einem größeren Ganzen ausgrenzen und ins Abseits befördern: dabei war so mancher Transsilvanier von einst ziemlich stolz auf jene kulturelle Vielfalt und Religionsfreiheit gewesen, denen sich […]