Stichwort

Urheberrecht

Rubrik: Blog - 25 Artikel - Seite 1 von 2

Sven Regener hat immer noch nicht recht

Redaktionsblog - Im Ententeich 24.11.2014 […] Access argumentiert? - Ihr sprecht auch nicht an, dass das Urheberrecht mit den jetzigen Fristen die Auseinandersetzung mit Kultur und Ideen verhindert, statt sie zu ermöglichen, was ja der Sinn von Urheberrecht sein soll. - Es hat eine Signalwirkung, dass ein zentrales Thema des digitalen Wandels - die Notwendigkeit, ein neues Urheberrecht zu formulieren - in einem der Medien, die an der Zementierung […] einen möglichen taktischen Fehler der Piraten mit einem inhaltlichen gleich. - Ihr tut so, als würden Urheber vom Urheberrecht leben und nicht im wesentlichen von Honoraren oder ihrer Positionierung im Betrieb. Nur für umsatzstarke Größen des Musikbetriebs wie Sven Regener bot das Urheberrecht substanzielle Einnahmen, unbekannte Künstler hatten es zu seiner Zeit eher schwerer als heute. - Die Piraten […] Von Thierry Chervel

E-Book und Urheberrecht: Sind die Autoren endlich aufgewacht?

Redaktionsblog - Im Ententeich 12.09.2013 […] er diskutierten, wann und für wie lange man sein Buch verschenkt, um Aufmerksamkeit zu erreichen und dadurch richtig Geld zu verdienen, forderten Schriftsteller vor gut einem Jahr ein stärkeres Urheberrecht. Beim Wettern gegen die angebliche Kostenlosmentalität im Internet stellte ich damals die Frage, ob nicht speziell die literarischen Autoren viel ernstere Probleme haben. Wer nicht wahrgenommen […] Von Wolfgang Tischer

Glauben und Heucheln

Redaktionsblog - Im Ententeich 19.04.2013 […] veröffentlichen, war die taz am Ende ganz allein. Keine andere Zeitung traute sich mitzumachen. Die taz wurde am Ende gar noch vom Zeit-Kulturredakteur Ulrich Greiner angegriffen, weil sie Rushdies Urheberrechte verletzt hätte. Und überhaupt: Da "orgelt eine abgeschmackte Mut-Rhetorik übers Land". Die Zeit ist auch das Institut, das im Jahr 2006 eine Petition herausbrachte, in der sechzig "Migrationsforscher" […] Von Thierry Chervel

Die Nacht der Leistungsschutzrechte

Redaktionsblog - Im Ententeich 28.11.2012 […] die neueste Auskunft nach einem Anruf in der Pressestelle des Bundestags. In der Tagesordnung versteckt sich der Punkt Leistungsschutzrechte im TOP 19, in dem es um Urheberrechte geht (das Leistungsschutzrecht ist ja gerade kein Urheberrecht, aber man hat es so zusammengefasst). Der Entwurf ist hier nochmal als pdf-Dokument nachzulesen. Zur Kasse gebeten werden sollen "Anbieter von Suchmaschinen und […] Von Thierry Chervel

Die schöne Seite der Kostenlosmentalität

Redaktionsblog - Im Ententeich 15.05.2012 […] Literaturszene getragen, obwohl gerade diese Szene bisher am wenigsten von illegalen Downloads und kostenlos zirkulierenden Kopien betroffen ist. Die Autoren verteidigen das Urheberrecht, obwohl sie gar nicht im wesentlichen vom Urheberrecht leben. Und das Internet wird in Aufrufen und Debattenbeiträgen - wie dem von Sibylle Lewitscharoff heute in der FAZ - ausschließlich als feindliche Sphäre wahrgenommen […] ern, die Reaktion in Funk und Fernsehen und am Ende vielleicht sogar - aber das ist im deutschen Betrieb gar nicht so ausschlaggebend - die Zahl der Buchverkäufe (und also ein sich auszahlendes Urheberrecht). Autorität wächst im Netz dagegen informell und anti-institutionell zu, durch Links, Kommentare, Pagerank. Der deutsche Literaturbetrieb sollte sich einmal dringend und unter Verzicht auf das […] ves Genöle: von links, aus der Mitte und von rechts, von unten und von oben, in Dolby 5.1. und in 3D. Und außerdem sollten die Autoren ihre Angst vom Netz ablegen. Sie leben doch gar nicht vom Urheberrecht. Die meisten der Autoren des Aufrufs leben vom Betrieb. Der Verkauf ihrer Bücher bringt ihnen allenfalls einen Anteil ihrer Einnahmen, der nur bei prominenten Autorinnen wie Charlotte Roche oder […] Von Thierry Chervel

Wer den Apfel küsst

Redaktionsblog - Im Ententeich 09.05.2012 […] opfern wohl kaum zu Boden legen. Die Piraten haben ein Papier zu diesen Fragen ins Netz gestellt, das auch manche der Argumente von Hank aushebelt. Die Piraten sind zum Beispiel nicht gegen ein Urheberrecht, wohl aber gegen den Begriff des "Geistigen Eigentums", den auch Hank hier verteidigt. Eigentlich ist jede der Grundbehauptungen in Hanks Artikel falsch, am besten man geht sie mal Punkt für Punkt […] Universitätsinstitute, Krankenhausflügel, Bibliotheken, Museen und Konzertsäle spenden - weil Kultur nur dann zu sich kommt, wenn sie tendenziell allen gehört, was wohlgemerkt nicht heißt, dass nicht Urheberrechte gelten. Auch Deutschland ist eine Marktwirtschaft: Und doch geben deutsche Länder und Gemeinden jährlich acht bis neun Milliarden Euro für Opern, Museen und andere Kulturinstitute aus - mit der […] zwanzig bis dreißig Prozent waren durch Buy-Out-Verträge die schlimmsten Ausbeuter "Geistigen Eigentums". Die Buchbranche dagegen hat den Autoren stets einen prozentualen Anteil gelassen. Also Urheberrecht, ja: Die Urheber sollten sogar wieder gestärkt werden, wie das Beispiel der Buy-Out-Verträge in Zeitungen zeigen. Ein Diskurs des "Geistige Eigentums" aber, der in Wahrheit nur immer mehr von dem […] Von Thierry Chervel

Das Leistungsschutzrecht wird floppen

Redaktionsblog - Im Ententeich 07.03.2012 […] nicht Blogs oder andere Anbieter, die aus Unwissen oder wider besseres Wissen ganze Artikel kopieren, um ihre eigenen Medien damit zu schmücken. Denn um solche Missetaten zu verfolgen, reicht das Urheberrecht, und manche Zeitungen beschäftigen ganze Abteilungen, um Blogger abzumahnen, die einen Absatz aus einem Artikel kopiert haben. Nein, hier geht es um den "kleinen Teil", von dem im Koalitionspapier […] Von Thierry Chervel

Diesen Kuss der ganzen Welt

Redaktionsblog - Im Ententeich 16.02.2012 […] Disney-Motiven verziert ist. Und schon jetzt bedeutet das Urheberrecht - entgegen den Behauptungen Prantls, Wergins und Hevelings - in unendlich vielen Fällen gerade keine Ermöglichung, sondern eine Verhinderung von Kultur. Warum wohl kommen genau jetzt Dramatisierungen von F. Scott Fitzgerald ins Kino und Theater? Weil die Urheberrechte frei wurden (mehr hier, in der Welt). Das Erlöschen der Rechte […] gemacht. Aber es vergeht noch ein Weilchen, bis sie siebzig Jahre tot sind. Auch das Beispiel Gustav Mahlers sollte zu denken geben, dessen Sinfonien erst in dem Moment weltberühmt wurden, als die Urheberrechte erloschen: Damals war das noch fünfzig Jahre nach seinem Tod. Wenn den Gelüsten der Verwerterindustrien stattgegeben wird, muss ein Komponist demnächst neunzig Jahre lang tot sein. Schon haben […] waren: Diese "Piraterie" war es, die die Revolution beflügelte. Die Verleger handelten im Eigennutz – und bewirkten doch das Gute! Revolutionäre wie Thomas Jefferson formulierten zwar am Ende Urheberrechte, standen ihnen aber zugleich skeptisch gegenüber. Denn es handelt sich um Monopolrechte, die die freie Zirkulation schließlich behindern. Man entschied, sie für eine gewisse Zeit nach Erscheinen […] Von Thierry Chervel

Abgeschrieben oder eigenes Werk? Links zum Streit über Helene Hegemanns Roman 'Axolotl Roadkill'

Redaktionsblog - Im Ententeich 18.03.2010 […] in der Welt: "Das ist peinlich, das ist klar. Aber vielleicht ist die 'Axolotl'-Affäre auch noch zu etwas gut. Zum Beispiel könnte sie die Sharing-Kultur lehren, dass ein angeblich unzeitgemäßes Urheberrecht nicht den Konzernen, sondern in erster Linie etwas Unbezahlbarem dient: der Gerechtigkeit nämlich." Felicitas von Lovenberg beschreibt in der FAZ das ganze als eine Art lässliche Jugendsünde und […] Von Anna Steinbauer

Die Früchte des Internets

Redaktionsblog - Im Ententeich 15.07.2009 […] ein, betonte aber, dass sich die FAZ nicht auf das Niveau von Lobbyisten hinabziehen lassen wolle und bezichtigte Google der Piraterie. "Im Grunde geht es um die Aushöhlung und Abschaffung des Urheberrechts." Es war die Stunde Roland Reuß', dessen verbliebene Haarpracht den Kahlkopf umkränzt, als sei sie aus Lorbeer geflochten. Das passte zur Feierlichkeit seines Diskurses. Reuß ist Erfinder des […] ung tatsächlich gedenke, in diesem Sinn aktiv zu werden. Ob nach all dem die Urheber selbst profitieren werden, die von den verschiedenen Interessensvertretern gerne vorgeschickt werden, weil "Urheberrecht" edler klingt als "Verwerterinteresse", bezweifelte der Juraprofessor Alexander Peukert von der Uni Frankfurt, der beim Book Settlement alles in allem einen abweichenden Standpunkt vertrat, in der […] Von Thierry Chervel

Hört nicht auf die Heidelberger Bocksgesänge

Redaktionsblog - Im Ententeich 05.07.2009 […] Geld fließen. Es wird anders fließen als bisher. Es gibt einen Aspekt, der mir bei den kulturkonservativen Bocksgesängen der Heidelberger Appellierenden bei aller Kritik am Bruch des deutschen Urheberrechts durch den amerikanischen Akteur Google denn doch gewaltig auf die Nerven fällt. Leser werden so etwas wie die Google Buchsuche wollen, brauchen, lieben. Wie auch immer sich die massive Digitalisierung […] der Begriff des "geistigen Eigentums" Unsinn. Das Geistige, und das gilt auch für seine dümmeren Manifestationen, die ihre Urheber gern vergessen möchten, gehört letztlich der Allgemeinheit. Das Urheberrecht kommt aus dem Interesse der Allgemeinheit, den Schöpfern geistiger Werke eine Existenz zu ermöglichen. Man fragt sich also, ob Googles pragmatisches Vorgehen wirklich eine so perfide Tat ist. Erinnern […] Von Thierry Chervel