Stichwort

Urheberrecht

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Abgeschrieben oder eigenes Werk? Links zum Streit über Helene Hegemanns Roman 'Axolotl Roadkill'

Redaktionsblog - Im Ententeich 18.03.2010 […] in der Welt: "Das ist peinlich, das ist klar. Aber vielleicht ist die 'Axolotl'-Affäre auch noch zu etwas gut. Zum Beispiel könnte sie die Sharing-Kultur lehren, dass ein angeblich unzeitgemäßes Urheberrecht nicht den Konzernen, sondern in erster Linie etwas Unbezahlbarem dient: der Gerechtigkeit nämlich." Felicitas von Lovenberg beschreibt in der FAZ das ganze als eine Art lässliche Jugendsünde und […] Von Anna Steinbauer

Die Früchte des Internets

Redaktionsblog - Im Ententeich 15.07.2009 […] ein, betonte aber, dass sich die FAZ nicht auf das Niveau von Lobbyisten hinabziehen lassen wolle und bezichtigte Google der Piraterie. "Im Grunde geht es um die Aushöhlung und Abschaffung des Urheberrechts." Es war die Stunde Roland Reuß', dessen verbliebene Haarpracht den Kahlkopf umkränzt, als sei sie aus Lorbeer geflochten. Das passte zur Feierlichkeit seines Diskurses. Reuß ist Erfinder des […] ung tatsächlich gedenke, in diesem Sinn aktiv zu werden. Ob nach all dem die Urheber selbst profitieren werden, die von den verschiedenen Interessensvertretern gerne vorgeschickt werden, weil "Urheberrecht" edler klingt als "Verwerterinteresse", bezweifelte der Juraprofessor Alexander Peukert von der Uni Frankfurt, der beim Book Settlement alles in allem einen abweichenden Standpunkt vertrat, in der […] Von Thierry Chervel

Hört nicht auf die Heidelberger Bocksgesänge

Redaktionsblog - Im Ententeich 05.07.2009 […] Geld fließen. Es wird anders fließen als bisher. Es gibt einen Aspekt, der mir bei den kulturkonservativen Bocksgesängen der Heidelberger Appellierenden bei aller Kritik am Bruch des deutschen Urheberrechts durch den amerikanischen Akteur Google denn doch gewaltig auf die Nerven fällt. Leser werden so etwas wie die Google Buchsuche wollen, brauchen, lieben. Wie auch immer sich die massive Digitalisierung […] der Begriff des "geistigen Eigentums" Unsinn. Das Geistige, und das gilt auch für seine dümmeren Manifestationen, die ihre Urheber gern vergessen möchten, gehört letztlich der Allgemeinheit. Das Urheberrecht kommt aus dem Interesse der Allgemeinheit, den Schöpfern geistiger Werke eine Existenz zu ermöglichen. Man fragt sich also, ob Googles pragmatisches Vorgehen wirklich eine so perfide Tat ist. Erinnern […] Von Thierry Chervel

Die CDU profiliert sich als Anti-Internetpartei

Redaktionsblog - Im Ententeich 27.05.2009 […] Settlement und Open Access, hatte seine umfangreiche Unterstützerliste ans Kanzleramt gesandt mit der Erwartung dass Regierung und Abgeordnete "mit derselben Entschiedenheit für die Wahrung des Urheberrechts und die Publikationsfreiheit eintreten wie etwa für die Interessen der Automobilindustrie". In der Liste lag ein "intellektuelles Pfund", inzwischen 2.000 Unterzeichner, von Enzensberger bis Kehlmann […] Von Thierry Chervel

Die Akademie als Ort der Urheberrechtsdebatte?

Redaktionsblog - Im Ententeich 12.05.2009 […] Güter sowie nach ungehindertem öffentlichen Zugang zu Online-Archiven ? der Kampf der Kreativen gegen eine großangelegte Enteignung geistigen Eigentums, gegen die fortschreitende Aushöhlung der Urheberrechte im Zeitalter des Digitalkopierens" Der Text der Akademie wirkt auffällig zwiespältig. Der "Erklärung" sind zudem "Anmerkungen" beigesellt, die darauf hindeuten, dass man von einer abschließenden […] Neue Regeln des Respekts vor geistiger Arbeit müssen entwickelt und zur Geltung gebracht werden." Vielleicht wäre ja die Akademie der Künste der Ort, um die immer hysterischere Debatte um das Urheberrecht und den Klassenkampf zwischen traditionellen Medien und dem Netz ein wenig zu zivilisieren - oder zur Not auch zuzuspitzen. Dann müssten aber auch ein paar grundsätzliche Fragen gestellt werden: […] für ein immaterielles Gut? Gehört Beethovens Neunte Ludwig van Beethoven? Die Neunte ist kein Fahrrad, das man an die Kette legt. Sie kann nicht gestohlen werden. Sie gehört der Menschheit. Das Urheberrecht sollte dazu dienen, die Urheber zu schützen, aber nicht dazu, etwa durch Mästung der Verwerter mit immer längeren Schutzfristen, die freie Zirkulation der Ideen zu verhindern. Ist es hinnehmbar […] Von Thierry Chervel

Dan Halberts Weg nach Tycho

Redaktionsblog - Im Ententeich 29.04.2009 […] Schritt zu ihrer späteren Heirat. Und damit begannen sie auch, all das in Frage zu stellen, was man ihnen als Kindern über Piraterie beigebracht hatte. Das Paar begann, über die Geschichte des Urheberrechts zu lesen, über die Sowjetunion und ihre Einschränkungen des Kopierens, sogar über die ursprüngliche amerikanische Verfassung. Sie zogen nach Luna um, wo sie andere trafen, die sich ebenfalls dem […] Von Richard Stallman

Nicht der Perlentaucher, die FAZ schweigt

Redaktionsblog - Im Ententeich 21.04.2009 […] sehr wohl geantwortet habe – erfährt man zwar im Text, aber in der Überschrift wird erst mal das Gegenteil behauptet. Nicht der Perlentaucher schweigt, die FAZ schweigt: über die Aushöhlung der Urheberrechte, die durch die Zeitungen schon betrieben wurde, als das Internet noch in den Kinderschuhen steckte. Dieses Schweigen zu überdecken ist der ganze Sinn und Zweck von Minkmars Zitatkompilation. […] Von Anja Seeliger

Aushöhlung des Urheberrechts

Redaktionsblog - Im Ententeich 11.04.2009 […] gesetzlich bestätigt sehen. 5. "Der durch Google betriebenen Monopolisierung des Weltwissens kann der Verleger für seine Presseprodukte auch dort, wo die Urheberrechte herrenlos geworden sind, einen eigenen Anspruch entgegensetzen." Herrenlose Urheberrechte gibt es nicht. Sie sind immer an einen Autor gebunden. Und wenn der sich nicht darum kümmern will, ist das sein gutes Recht. Nach heutigem Recht muss […] diese Forderung auf eine "Zitier-Gema für Inhalte" hinaus. Dem kann man nur zustimmen. Aber ich glaube auch, es geht noch um viel mehr: Ein Leistungsschutzrecht würde die langsame Aushöhlung des Urheberrechts durch die Zeitungen gesetzlich zementieren. Hegemann nennt folgende Gründe für die Notwendigkeit eines eigenen Leistungsschutzrechts für Verlage: 1. "Der Verleger organisiert und finanziert das […] Alfred Müller-Armacks Theorie der Sozialen Marktwirtschaft, die 1946 in einem 157 Seiten kleinen Büchlein unter dem Titel "Wirtschaftslenkung und Marktwirtschaft" veröffentlicht wurde. 1946! Die Urheberrechte sind also noch nicht erloschen. Soll der Kastell Verlag, in dem das Buch noch lieferbar ist, jetzt Strobl und die FAZ verklagen, weil sie die Lektüre des Buchs durch ihre Zusammenfassung überflüssig […] Von Anja Seeliger

FAZ enteignet den Papst

Redaktionsblog - Im Ententeich 02.04.2009 […] Internet. Die Enteigner sind Schüler, die ein Musikstück downloaden. Oder Google. Oder auch der Perlentaucher. Oder ruft da jemand "Haltet den Dieb"? Zeitungen spielen sich gerne als Hüter des Urheberrechts auf, das vom Internet ausgehöhlt werde. Die eigentliche Enteignung der Urheber findet aber in Zeitungen statt. Nach der Sache mit dem Hürlimann-Zitat habe ich noch ein bisschen bei Genios recherchiert […] Von Anja Seeliger

Zitieren Sie nicht die FAZ!

Redaktionsblog - Im Ententeich 01.04.2009 […] n, dass Thomas Hürlimann seinen Anteil von der Summe erhält. Die FAZ spricht ja nicht nur für sich, sondern auch für Hürlimann. Denn in dem Brief spricht sie von Verletzung der Urheberrechte. Die FAZ hat keine Urheberrechte an Hürlimanns Artikel. Wird Hürlimann einen fairen Anteil der 590 Euro bekommen? Weiß er Bescheid? Wir haben ihn gestern per Mail gefragt und warten noch auf Antwort. […] wir ja im Grunde seit bald zehn Jahren in unserer Feuilletonrundschau Artikel zitieren und Links auf sie setzen, auch aus der FAZ. Aber nun haben wir einen Brief der FAZ bekommen, wonach wir Urheberrechte verletzt hätten. Für das "Bereitstellen" des Hürlimann-Artikels im Perlentaucher und bei Spiegel Online stellt uns die FAZ insgesamt 590 Euro in Rechnung. Wobei wir wie gesagt nur zitiert und verlinkt […] Von Anja Seeliger

Was die Zeitungen mit Urheberrecht meinen

Redaktionsblog - Im Ententeich 30.03.2009 […] Marek Lieberberg spricht in der SZ von "Zeitungen, die eigentlich Anspruch auf Urheberrechte haben". Dazu ist zu sagen, dass Zeitungen niemals Anspruch auf Urheberrechte haben. Urheberrechte haben nur Urheber, deshalb heißen sie so. Und Urheberrechte sind unveräußerlich, so steht es im Gesetz. Ein Verlag oder eine Zeitung kann vom Urheber ein Verwertungsrecht erwerben, wobei die Verwertungsrechte […] frech, wie man Zeitungen, die eigentlich Anspruch auf Urheberrechte haben, über den Tisch ziehen kann." Wir haben bereits darauf geantwortet, dass wir niemals irgendwelche Texte "auf den Markt geworfen" haben, ohne Rechte einzuholen. Der Historiker und Publizist Ernst Piper schickte uns außerdem folgende Mail zur Erläuterung des Begriffs Urheberrecht, die wir mit seiner Einwilligung online stellen: Marek […] Von Ernst Piper