
Thomas Pynchons liefert eine metafiktionale Detektivgeschichte mit Jazz, Nazis und Agenten. Mit Verena Keßler werden wir zum wilden Grizzly im Gym. Nora Haddada erzählt von der unwahrscheinlichen Liebe zwischen einer propalästinensischen und einem proisraelischen Linken. András Visky führt uns ins stalinistische Rumänien.

Arlie Russel Hochschild fragt, warum Menschen Trump wählen und findet Antworten im zweitärmsten Kongressbezirk der USA. Hito Steyerl denkt über KI nach. Amat Levin erzählt die Geschichte Schwarzafrikas. Und Ulrich Raulff nimmt uns mit auf eine Geschmacksreise durch die Jahrhunderte.

Ronya Othmann kehrt mit ihrem Vater nach Syrien zurück. Andriy Lyubka beschreibt die Rückseite des Krieges in der Ukraine. Fernanda Melchor erzählt in einer Mischform aus subjektiver Reportage, Fakten und fiktiven Details von ihrer Heimatstadt Veracruz in Mexiko.

Taugt der "Faschismus"-Begriff zum Verständnis der heutigen politischen Lage? Wie antisemitisch ist die Linke? Ist die SPD noch zu retten? Warum hat Deutschland vor Russland versagt? Die Lage ist dramatisch, aber zum Glück gibt es neue politische Bücher von Eva Illouz, Michael Roth, den Nachtwey-Amlingers und Andrey Gurkov.

Ein dystopischer Krimi von Lilia Hassaine, ein Spionageroman mit tollem Lärm um tolles Nichts von Percival Everett, ein postfaktischer cosy Krimi von Jonatahan Coe, ein Agententhriller auf Amrum von Andreas Pflüger.

Hiromi Ito erinnert uns daran, was radikales Denken mal war. Ukrainische Lyrik erinnert uns daran, was solches Denken kosten kann. Silke Scheuermann erinnert uns daran, was ein Sonett ist: 14 Zeilen Liebe pur. Und Ulf Stolterfoht macht "winke winke, ihr vollpfosten und halbhorste!"