EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU

Die Regie muss sich entscheiden

23.02.2024. Weiter geht's mit der Berlinale, die FAZ macht den tunesischen Beitrag "Mé el Aïn" als Favoriten aus, der Tagesspiegel drückt dem dominikanischen Nilpferd "Pepe" im Wettbewerb die Daumen. Die Welt bezweifelt, ob die sprachliche Überarbeitung von Michael Endes "Jim Knopf" wirklich förderlich ist. Die FAZ lässt sich im Den Haager Mauritshuis von den Bildern Roelant Saverys von wilden Blumen und Tieren verzaubern. Wie Putin klassische Musik für seine Propaganda missbraucht, erklärt die Neue Musikzeitung. Mehr...

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU

Hier hat sich etwas verschoben

23.02.2024. Morgen vor zwei Jahren überfiel Putin die Ukraine. Heute erscheint das autoritäre Russland so stark wie eh und je, während die liberalen Demokratien schwächer werden, notiert die taz. Die Welt attackiert die Putin-Knechte von der AfD. Im Perlentaucher glaubt Richard Herzinger nicht, dass die um ihren Glamour bekümmerten arabischen Despotien auch nur im mindesten an den Palästinensern interessiert sind. Und die SZ fragt: Was ist mit den Ruhrbaronen? Sie sind links, sie sind rechts, und sie lancieren alle wichtigen Debatten. Mehr...

BÜCHERSCHAU DES TAGES

Wie kommen wir durch diese Weltraumschleuse

22.02.2024. Ein begeisterter Michael Kleeberg (FAZ) spürt die Kraft der Liebe in Wilhelm Bartschs Lyrikband "Hohe See und niemands Land". Die FR lässt sich vom überwältigenden Strom eines Langgedichts von Kurt Drawert mitreißen: "Alles neigt sich zum Unverständlichen hin". Außerdem empfiehlt die FAZ "Verpasst", das erstaunliche Romandebüt der österreichischen Autorin Hannah Oppolzer. Die Zeit begleitet mit Roberto Savianos Roman "Falcone" einen der mutigsten Mafiajäger Italiens bis in den Tod 1992. Dlf Kultur amüsiert sich mit einer ethnologischen Weltreise zum Thema "Betrunkenes Betragen". Mehr...

EICHENDORFF21

Taschenbücher des Monats

20.02.2024. Neue Taschenbücher im Februar: Euphorisch aufgenommen wurde Juri Andruchowytschs Roman "Radio Nacht". Prächtig amüsiert hat sich die FAZ mit Jennifer Egans Buch "Candy". Gar nicht genug bekommen konnte Dlf Kultur von Tomer Dotan-Dreyfuss' neuem Roman, der in "bildgewaltigen und mysteriösen Episoden" die Geschichte der autonomen jüdischen Oblast "Birobidschan" erzählt. Mit angehaltenem Atem las die FR Uwe Wittstocks "Februar 33" über die letzten Tage der Weimarer Republik.
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INTERVENTION

Kaum mehr als Verachtung

22.02.2024. Eine Zweistaatenlösung für den Nahostkonflikt ist auch deshalb illusionär, weil ein Palästinenserstaat nur unter der Vormundschaft arabischer Führungsmächte möglich wäre. Diese haben sich zwar teilweise Israel angenähert, aber das heißt keineswegs, dass sie eine prowestliche Agenda haben. Sie sind viel mehr mit ihren eigenen Träumen von Weltgeltung beschäftigt, die sie mit glamourösen Bauprojekten unterstreichen wollen. Politisch bleiben sie rückständig und unberechenbar. Von Richard Herzinger. Mehr...

MEDIENTICKER

Magie des Augenblicks

22.02.2024. 74. Internationale Filmfestspiele Berlin: Filmregisseur Matthias Glasner im Gespräch u. a. über seinen Film "Sterben" - Die Akte Assange: "Investigativer Journalismus wird hier mit Spionage gleichgesetzt"- Interview mit Rod Stewart über Swing - Hörtipps: Arnold Schönberg wusste Neue Musik ist niemals von allem Anfang an schön & Goodbye Stranger: Wie wir uns von unseren Vätern verabschieden + Unmöglich! Ein Andi Brehme kann nicht sterben. Von Axel Hacke ... Mehr...

TAGTIGALL

Mit den Fliegen reden

21.02.2024. Die Dichterin Elke Erb starb am 21. Januar nach längerer Krankheit. Ihre ersten Gedichte erschienen 1968. 1982 las sie das erste Mal auf dem Internationalen Lyrikfestival von Rotterdam. Damals war sie bereits in Ost und West berühmt. Elke Erb wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter zuletzt, 2020, mit dem Georg Büchner Preis. Am 25. Februar findet in der Berliner Volksbühne eine Veranstaltung zu ihren Ehren statt: "Die Staubfänger halten sich länger". Von Marie Luise Knott. Mehr...

IM KINO

Waberndes Herumgemeine

21.02.2024. Ein weiterer Film der diesjährigen Ausgabe der Woche der Kritik: "Wikiriders" Clara Winter, Miiel Ferráez und Megan Marsh möchte die Tradition des dekolonialen Kinos wiederbeleben und sie gleichzeitig mit einer offeren Form verbinden. Leider interessiert sich der Film zu wenig für das, wonach er vorgeblich - unter anderem auf Wikipedia - recherchiert. Von Fabian Tietke. Mehr...

IM KINO

Dinge, die alle angehen

21.02.2024. Das Forum Special der diesjährigen Berlinale präsentiert unter anderem einen Meilenstein des afrikanischen Filmschaffens: Safi Fayes "Kaddu beykat" war 1976 der erste kommerziell verliehene Film einer schwarzen Frau überhaupt. Eine dokumentarische, fiktionale und diskursive Impulse klug verbindende Reflexion über das Verhältnis von Tradition und Moderne, das nicht in simplen Oppositionen stillstellbar ist. Von Lukas Foerster. Mehr...

MAGAZINRUNDSCHAU

Der schwarze Rollkragen der ganzen Sache

20.02.2024. New Lines schildert das Schicksal der Mescheten, die im russischen Krieg gegen die Ukraine aufgerieben werden. Meduza recherchiert die Lebensbedingungen in Nawalnys letztem Gefängnis, dem Polarwolf IK-3. Der New Statesmen erzählt, wie effektiv britische Anwaltskanzleien Putin flüssig halten. Die London Review bewundert, wie überzeugend Automaten den Teufel geben. In La Regle du Jeu erklärt Giuliano da Empoli die Vorliebe der Italiener für den politischen Außenseiter. In der New York Times erklärt Marilynne Robinson, was man von einem Künstler immer erwarten kann. Mehr...

VORWORTE

Du sollst dir (k)ein Bildnis machen

19.02.2024. "Tremor" heißt Teju Coles neuer Roman, und er schüttelt auch Erwartungen durch, die man gemeinhin ans Genre stellt: Der schweifende Geist des Essayisten prägt die Form des Buches durchweg - und bis zum fast totalen Zerfall. Bei der Gestaltung der Hauptfigur treibt der Autor sein Vexierspiel mit autobiografischen Elementen noch einen Tick weiter. Von Angela Schader. Mehr...

FOTOLOT

Landschaften aus Pinselstrichen

15.02.2024. Angesichts einer zur Zeit recht überschaubaren Fotoszene lohnt sich ein Ausflug in die Malerei, vielleicht auch um die Sprachen der Moderne neu buchstabieren zu lernen. Die Pariser Mark-Rothko-Ausstellung ist nur der Höhepunkt einer neuen Aneignung des Abstrakten Expressionismus und einiger der Maler - und  vor allem auch Malerinnen - die ihn inspirierten und formten von Chaim Soutine über Arshile Gorky, Robert Motherwell, Helen Frankenthaler bis zu Joan Mitchell. Von Peter Truschner. Mehr...

ESSAY

Das Klima, die Kühe und wir Journalisten

24.01.2024. In Berlin findet gerade die Grüne Woche statt. Das ist ein guter Anlass, sich in Florian Schwinns Buch "Die Klimakuh" zu vertiefen, das mit dem Vorwurf aufräumt, Kühe seien besonders schädlich fürs Klima. Allein wegen der falschen Narrative, die seit mindestens zehn Jahren in den Medien ihr Unwesen treiben, und darüber, wie sie zustande gekommen sind, lohnt es sich schon, dieses Buch zu lesen. Aber Schwinn geht es auch darum, Naturschutz und Landwirtschaft zusammenzudenken. Von Uta Ruge. Mehr...

EICHENDORFF21

24 Bücher um 2024 zu verstehen

13.12.2023. Die Welt ist viel zu durcheinander, als dass es nicht dringend nötig wäre, sich in eine Ecke zu setzen und ein Buch zu lesen. Wie sonst soll man das Tohuwabohu verstehen? Wir haben 24 Bücher zusammengestellt, die helfen werden, das Jahr 2024 zu verstehen. Wie in den letzten Jahren durchsuchen wir auch 2023 nach Büchern, die helfen, die Gegenwart zu verstehen. Manchmal liegt der Trost einzig darin, dass Bücher aufklären! Nötiger als 2023 waren sie nie. Mehr...

SPENDEN

Unterstützen Sie den Perlentaucher

24.11.2021. Der Perlentaucher bietet seinen Service für die Leser kostenlos und möchte dabei bleiben. Falls Sie uns unterstützen mögen - regelmäßig oder einmalig - freuen wir uns! Hier finden Sie verschiedene Möglichkeiten. Mehr...