
Als sehr ergiebig erweist sich das Literaturland Spanien, das unter anderem mit Javier Marias' Geheimdienstagent Thomas Nevinson bekannt macht. Peter Nadas erkundet die Vorboten des Orbanismus, die sich schon unter Kadar ankündigten. Sedef Ecer nimmt uns mit in die Istanbuler Film- und Theaterwelt der 1950 bis 1970er Jahre. Ales Stegers Protagonistin hat eine Schreibkrise, während Europa zerfällt. Und Jennifer Egan lädt ihr Bewusstsein in einer Cloud hoch.

Die Klimakrise und ihre Folgen, damit beschäftigt sich Philip Staab, der auf Anpassung statt Individualismus setzt. Thomas Halliday führt mit einer Reise durch die Evolution frühere Klimaveränderungen vor. Außerdem empfohlen: Serhij Plokhys Geschichte der Ukraine, eine musikalische Biografie von Bob Dylan, Erinnerungen von Quentin Tarantino und die abessinischen Fräuleins bei Coleridge.

Serhij Zhadans Aufzeichnungen aus dem Krieg. Der Briefwechsel Bachmann/Frisch, der die Liebe und ihre Unmöglichkeit dokumentiert. Isabel Fargo Coles Aufzeichnungen des Goldfiebers in Alaska. Und eine Monsteredition spanischer Lyrik.

Sabine Adler über die Ukraine und wir, Sergio de Molino über die Leere Spaniens, Emilio Lussus Erinnerungen an Mussolinis Marsch auf Rom, Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey über die gekränkte Freiheit der Querdenker und Francis Fukuyama über die Feinde des Liberalismus.