Alyssa Brugman

Einfach Bindy

(Ab 12 Jahre)
Cover: Einfach Bindy
Carl Hanser Verlag, München 2006
ISBN 9783446207868
Gebunden, 203 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

Aus dem australischen Englisch von Ulli und Herbert Günther. Bindy und Janey - Janey und Bindy. Sie sind allerbeste Freundinnen. So war es immer und so wird es auch immer bleiben. Doch plötzlich ist alles anders: Janey freundet sich mit der Klassenzicke Hannah an und hat nur noch ihr Aussehen und Jungs im Kopf. Bindy versteht die Welt nicht mehr. Langweilig und kindisch sei sie, sagt Janey und lässt sie immer mehr links liegen. Aber es kommt noch schlimmer, bis Bindy endlich begreift, dass sie auch andere Freunde finden kann!

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 01.12.2006

Rezensentin Cathrin Kahlweit feiert das neue Buch von Alyssa Brugman als eine der Überraschungen des Jugendbuch-Herbstes. Die Autorin schildert darin das Leben des Mädchens Bindy, das von ihrer besten Freundin abserviert wird, weil die nun nicht mehr Kind, sondern Teenager sein will. Dazu kommen noch eine Karrieremutter, die plötzlich ihr Muttergefühl wiederentdeckt und ein frisch verliebter Vater. Ein "authentisches, unverstelltes, heiteres Buch" habe Brugman geschrieben, findet Kahlweit. Dem stimmt Co-Rezensentin Helen Deffner, 14 Jahre, nur bedingt zu. Ihr habe das Buch "mit Abstrichen" gefallen: Gut findet sie Brugmans Witz und Authentizität, die Sprache allerdings wird als "ein wenig zu kindlich" charakterisiert. Und auch mehr Handlung hätte sich die Kritikerin gewünscht. Dass Brugman zudem so viel über Bindys Gefühle schreibt, mache viel von dem Witz wieder zunichte.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 25.11.2006

Ein "typisches Jugendbuch" ist dieser Mädchenroman der australischen Autorin Alyssa Brugman nach Ansicht der Rezensentin Angelika Ohland. Das bedeutet allerdings auch, dass das Buch, wie sie meint, einen genretypischen Fehler mit sich herum schleppt, indem es seine Leser auf Augenhöhe anzusprechen versucht. Ohland misstraut der vorgeblichen "Vertrautheit", die dadurch entsteht. Für einen Pubertätsroman wäre Fremdheit ihrer Ansicht nach ein passenderes Auftreten, ist doch das Gefühl der Fremdheit Jugendlichen vertrauter als alles andere.

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