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Im Fotolot spiegelt der Perlentaucher  den boomenden Fotobuchmarkt mit Besprechungen einzelner besonders gelungener Neuerscheinungen. Außerdem empfehlen wir Ausstellungen und ab und an weisen wir sogar auf besondere Angebote im modernen Antiquariat hin.
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Peter Truschner über Wolfgang Ullrich und die Autonomie der Kunst

Die Glaubwürdigkeit der Sneakers

Fotolot 20.05.2022 Wolfgang Ullrich konstatiert in seinem jüngsten Buch sicher zurecht die Krise der autonomen Kunst. Kritisiert er aber auch jene Künstler zurecht, die sich noch als autonome Künstler durchschlagen wollen? Sind sie, die laut Ullrich "mit aggressiv-selbstherrlichen Parolen gegen ihren Statusverlust protestieren", wirklich das Problem? Oder nicht doch eher ein nach politischen Parolen glattgebürsteter und verbeamteter Kulturbetrieb? Von Peter Truschner

Enno Kaufholds Sankt-Pauli-Fotografien aus den Achtzigern

Betäubt vor Frittenbuden

Fotolot 21.04.2022 Es gibt eine Flut von neuen Fotobüchern über die achtziger Jahre in Deutschland. Mal grau in grau, mal farbig. Man könnte lange meditieren, warum wir diese Zeit so lieben. Oder man greift eines dieser Bücher heraus: Enno Kaufholds "St. Pauli. Fotografien 1975 - 1985". Für uns sind die Fotos neu: Respekt zollen muss man Kaufholds Entscheidung, die Fotos über Jahrzehnte unter Verschluss zu halten, um die Persönlichkeitsrechte der Abgebildeten zu wahren. Von Peter Truschner

Retrospektive der Künstlerin Zanele Muholi im Berliner Gropius Bau

Alchimistische Dimension

Fotolot 07.03.2022 Die erste Ausstellung der südafrikanischen Künstlerin und Aktivistin Zanele Muholi in Johannesburg verursachte einen Skandal, da sie lesbische schwarze Frauen zeigte. Noch bis zum 13. März ist im Berliner Gropiusbau nun eine erste Retrospektive zu sehen: Muholi erweist sich in ihren Bildern als konsequente Kartografin, die ein vermeintlich bekanntes Terrain noch einmal neu vermisst. Von Peter Truschner

Über die Fotografin Gundula Schulze Eldowy

Im betäubenden Geschrei der Feindbilder

Fotolot 01.10.2021 "Ich drang in die Eingeweide der Stadt vor und fotografierte sie," sagt sie selbst. Gundula Schulze Eldowy ist die künstlerisch bedeutendste Fotografin (m/w/d) der ehemaligen DDR und eine der bedeutendsten Fotografinnen nach 1945 überhaupt. Einige Bilder würde man auf den ersten Blick eher in der Zwischenkriegszeit ansiedeln, in der Nähe von Döblins "Berlin Alexanderplatz", nicht in der propagandistischen Utopie des realen Sozialismus der siebziger und achtziger Jahre.  Unverständlich, warum sich die Kuratoren nicht um sie reißen. Von Peter Truschner