Fotografien von Martin Parr, Paolo Pellegrin, Gueorgui Pinkhassov, Mark Power, Robert Voit. Texte von Zora DelBuono. Wer glaubt sie nicht zu kennen, die stolzeste Stadt der Welt, wie sie seit Jahrhunderten einem Traum gleich in einer verwunschenen Lagunenlandschaft liegt? Venedig ist Legende, ein Abbild einer fernen Realität und doch ganz real. Ein jeder trägt sein eigenes Venedigbild in sich, und ein jedes ist ganz anders. mare hat fünf der weltweit besten Fotografen - vier Magnum-Mitglieder und einen Thomas-Ruff-Schüler - beauftragt, uns ihre Ansicht Venedigs, seiner Gewässer und seiner Menschen zu zeigen. Entstanden ist ein Bildband, der uns in das Innerste eines Mythos blicken läßt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.01.2006
Knapp bespricht Andrea Gnam diesen Bildband, der Venedig-Bilder von fünf verschiedenen Fotografen versammelt. Darin erscheint die Bilderfolge wie eine "Zeitreise" von der glanzvollen Vergangenheit bis in die von Illusionen befreite Gegenwart Venedigs, meint die Rezensentin. Denn während die Aufnahmen venezianischer Kanalstraßen und Bauten von Robert Voit geradezu "entrückt" wirken und die Bilder des russischen Fotografen Gueorgui Pinkhassov das Geheimnisvolle der Stadt betonen, leuchten die vom Schiff aus gemachten Fotos des italienischen Fotografen Paolo Pellegrin eher den Alltag der Lagunenstadt aus, erklärt die Rezensentin. Der Engländer Mark Power zeigt "Wohnblöcke", ein "Garagenfeld" oder eine "Tankstelle" und stellt damit das moderne Venedig in den Fordergrund, Martin Pass, dessen Bilder den Band abschließen, bietet gar einen "Fanfarenstoß", indem er seine Linse auf die Touristen richtet, die Venedig überfluten. Wem das zu desillusionierend ist, der kann den Band ja noch einmal in umgekehrter Richtung durchblättern, empfiehlt Gnam.
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