Ullstein Verlag, Berlin 2026
ISBN
9783864933745 Broschiert, 224 Seiten, 18,99
EUR
Klappentext
Dies ist eine längst fällige Abrechnung mit dem modernen Fußball - mit allem, was seit Anfang der Neunziger Jahre aus einem Volkssport einen globalen Unterhaltungszirkus gemacht hat, in dem Berater, Funktionäre und Kicker wie besessen dem Geld hinterherjagen und die Anhänger in den Kurven auf der Strecke geblieben sind. Das hört sich zynisch und verbittert an? Das soll es auch! Denn wenn wir ehrlich sind, ist nicht mehr viel übrig von dem Fußball, in den wir uns vor vielen Jahren mal verliebt haben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.07.2026
Laut Rezensent Haziran Zeller steckt Philipp Köster in demselben Dilemma wie die Fußballverbände demokratischer Staaten. Einerseits will er den Fußball gegen seine Kommerzialisierung in Schutz nehmen und kritisiert dafür Geschäftemacher, Privatsender und Konsumenten, andererseits will er auch dabei sein. Was dabei herauskommt, ist die Streitschrift eines Idealisten, der einen Ausweg in der Romantisierung der Vergangenheit sucht, als angeblich alles besser war und der Fußball noch den Fans gehörte. Wirklich? Zeller erinnert an den Kommerz der Panini-Hefte, aber auch an Schlägereien und Rassismus auf den Tribünen. Zum Glück bietet der Band auch Anekdoten und Satiren und manch kluge Beobachtung zur Politisierung des Fußballs, meint Zeller. Insgesamt erscheint ihm der Band jedoch als nicht leicht verdauliche "gepanschte Mischung", in der sogar Adorno bemüht wird, um den Fußball zu retten.
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