Oft hat Martin Luther das Heilswerk Christi bildreich als einen Sieg über tyrannische Mächte beschrieben. Uwe Rieske-Braun zeichnet das systematisch-theologische Gefüge der existentiell erfahrenen Verderbensmächte und ihrer Überwindung nach und untersucht die theologiegeschichtlichen Quellen, aus denen Luther schöpfte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.1999
Uff! Dies mag ja eine interessante Studie über das Motiv des "wundersamen Kampfes" von Tod und Leben bei Luther sein. Aber Eberhard Jüngel schafft es in seiner Rezension nicht, Rieske-Brauns theologische Darlegungen in einer allgemeinverständlichen Weise nachzuzeichnen. "Durch und durch aposteriorisch" sei Luthers Denken, liest man da. Und bei der "wundersamen Vermählung" von Braut und Bräutigam, als die Luther das Verhältnis unserer sündigen Welt zu Jesus beschreibe, liest man folgenden Satz: "Die Pointe des nur durch eine angemessene Christologie sinnvoll interpretierbaren Kampfes ist also soteriologischer Struktur." Nun denn. Der Rezensent jedenfalls ist angetan: Insgesamt sei das eine "verdienstvolle Untersuchung".
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…