Wolfgang Braungart (Hg.), Ute Frevert (Hg.)

Sprachen des Politischen

Medien und Medialität in der Geschichte
Cover: Sprachen des Politischen
Vandenhoeck und Ruprecht Verlag, Göttingen 2004
ISBN 9783525362747
Gebunden, 371 Seiten, 26,90 EUR

Klappentext

Politische Kommunikation ist auf Medien angewiesen - in der Antike ebenso wie in der heutigen Zeit: ein interdisziplinärer historischer Blick auf das Wechselspiel von Medien und Politik. Die Beiträge des Bandes untersuchen die Medialität des Politischen in einem weiten historischen Bogen, der von der Antike bis in die Gegenwart führt. Das Spektrum der Medien reicht von Sprache, Gestik und Mimik über Bilder, Skulpturen und Denkmäler bis zu den neuzeitlichen Massenmedien Fotografie, Film, Radio und Fernsehen. Geschichts-, literatur- und medienwissenschaftliche Perspektiven leuchten so die Dimensionen politischer Kommunikation in der Geschichte aus. Mit Beiträgen von Ute Frevert (Bielefeld), Klaus Schreiner (Bielefeld), Jan-Dirk Müller (München), Michael Schilling (Magdeburg), Ludwig Jäger (Aachen), Jörg Bergmann (Bielefeld), Jörg Requate (Bielefeld), Juri j Murasov (Konstanz), Michael Diers (Berlin), Wolfgang Beilenhoff (Bochum), Bettina Brandt (Bielefeld), Hans-Jürgen Bucher (Trier), Wolfgang Braungart (Bielefeld).

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.09.2004

In diesem von Ute Frevert und Wolfgang Braungart herausgegebenen Sammelband zur Geschichte des Verhältnisses von Medien und Politik hat Rezensent Thomas Thiel vor allem der Beitrag von Ludwig Jäger gefallen, der in einem "fulminanten theoretischen Entwurf" die "verwirrende Vielfalt der Medien" schließlich wieder "zu ihrem Ursprungsmedium, der Sprache", zurückführe - die als "Metamedium" zwischen den verschiedenen Kanälen vermitteln könne, weil sie "in fast alle Nischen politischer Kommunikation" vordringe. Dass er sich "jenseits kulturwissenschaftlicher Abgrenzungsrhetorik" im Zuge von iconic und agentive turn eine solche Rückkehr zur Sprache erlaubt, verleihe diesem "konzeptionell überzeugenden" Sammelband "Form und Stil". Zudem lobt Thiel den historischen Ansatz des Bandes, der mediengeschichtliche und medienästhetische Perspektiven geschickt kombiniere. So zeichne der Band dann eine Entwicklung nach, die von Kaiser Maximilian I., der den Buchdruck gezielt zur Herrschaftserweiterung nutzte, über die Flugschriften des dreißigjährigen Krieges ins 19. Jahrhundert und bis heute reicht.

Beliebte Bücher

Heike Geißler. Michaela Kohlhaas - Roman . Suhrkamp Verlag, Berlin, 2026.Heike Geißler: Michaela Kohlhaas
"Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem…
Robert Seethaler. Die Straße - Roman . Claassen Verlag, Berlin, 2026.Robert Seethaler: Die Straße
Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in…
Petra Morsbach. Orion - Roman . Penguin Verlag, München, 2026.Petra Morsbach: Orion
Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…
Florian Illies. Träume aus Feuer - Der Alchemist von der Pfaueninsel. Bastei Lübbe Verlag, 2026.Florian Illies: Träume aus Feuer
Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…