In solchem Boden schlägt man keine Wurzeln mehr
Vorworte 03.11.2025 Fast neidvoll sagen es die Schriftstellerkollegen: Hisham Matar habe infolge seiner Familiengeschichte "eine Menge Material". Der libysche Autor, dessen Vater vom Gaddafi-Regime entführt, gefoltert und ermordet wurde, schätzt solche Bemerkungen nicht; doch sein Land beschäftigt ihn - der seit langem in London lebt - nach wie vor. Sein neuer Roman entwirft ein im Exil entstehendes, komplexes Rhizomgeflecht von Freundschaften, ohne dabei die verbrannte Erde der Heimat aus dem Blick zu verlieren. Von Angela Schader
Julian Barnes: Abschied(e)
Elias Hirschl: Schleifen
Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen
Leila Slimani: Trag das Feuer weiter