Aus dem Amerikanischen von Anke und Eberhard Kreutzer. Im Mai 1941 scheint es, als sei die britische Seeherrschaft verloren - und damit auch jede Hoffnung auf eine siegreiche Wendung des Zweiten Weltkriegs. Eric de Haan, Kapitän eines niederländischen Frachters, wird von der Royal Navy zu den Waffen gerufen. Sein Auftrag: spionieren, sabotieren und retten, was zu retten ist. De Haan, seine Crew und eine Hand voll Flüchtlinge an Bord der "Noordendam" treten eine atemberaubend riskante Fahrt an - eine Reise ins finstere Herz der Weltgeschichte.
Tobias Gohlis lobt Alan Fursts Roman als eine "leise, romantische Hommage an das alte Europa" und hat Gefallen gefunden an dieser Spionagegeschichte. Im April 1941 stellt ein niederländischer Reeder sein Schiff dem Geheimdienst und den Allierten zur Verfügung, um Waffen, Flüchtlinge und allerlei Spionagematerial durch Mittelmeer und Ostsee zu schmuggeln und schließlich Hitler zu stürzen. Die Helden an Bord erscheinen als lässige Veteranen, lesen wir, und diesen "uferlosen Krieg" skizziere der Autor mit "gewohnt lakonischem Ton" und knappen Szenen. Furst selbst nennt seinen neusten Streich einen "Abenteuerroman mit intelligenten Helden", und Gohlis scheint dagegen nichts einwenden zu wollen.
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