Der Monte Verita gilt als wichtiger Referenzpunkt auf der intellektuellen Landkarte. Beinahe unzählig sind die Namen derer, die den Fuss in dieses revolutionäre Sanatorium setzen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 16.09.2004
Eine "allseitigere Kulturgeschichte" der Kommune Monte Verite hätte sich Rezensent Ulrich Holbein im Zeitalter "hapernder Wiederverzauberung" gewünscht, doch das Buch, das Andreas Schwab jetzt zu diesem Thema vorgelegt hat, erinnere doch sehr an einen "Buchhalter-Report". Mit "Pragmatismus, Technizistik" und dem trockenen Blick des Betriebswirtschaftlers analysiere Schwab die Betriebsgeschichte der "Produktidee Monte Verita" und bleibe dabei in einer "aseptisch" reinen BWL-Perspektive verhaftet. Angesichts dessen fragt sich der Rezensent, der sich von Schwab mehr erhofft hat als Bettenbelegung, Kurpreise und Immobilienspekulationen, warum "Musentempel und Dichterdenkergefilde" stets so viele "Banausen" anziehen. Ihm bleibe nur die Hoffnung, dass irgendwann mehr als eine "gut recherchierte Mogelpackung" zu diesem Thema erscheint.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 06.09.2003
Nicht wirklich aufschlussreich findet der mit "rox" zeichnende Rezensent diese Arbeit über das legendäre Sanatorium auf dem Monte Verita. In seiner Dissertation geht der Autor Andreas Schwab der Frage nach, was dieser Ort wirklich war: "vegetarisches Sanatorium oder Zukunftskolonie?". Er kommt dabei zu dem Ergebnis, dass weder das eine noch das andere den Kern des Projekts ausmachte, sondern dass der Monte Veritá in erster Linie eine ",theatralische Funktion?" innehatte und als ";Resonanzraum?" diente - wofür, das bleibt für den Rezensenten allerdings im Dunkeln. Insofern gibt es keine wirklich neuen Erkenntnisse, dafür aber einige interessante Informationen, über Lebensreformbewegung, "frühen Tourismus" und auch über "die betriebswirtschaftliche Seite des Sanatoriums".
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