Arturo Perez-Reverte

Der Preis, den man zahlt

Roman
Cover: Der Preis, den man zahlt
Insel Verlag, Berlin 2017
ISBN 9783458177197
Gebunden, 295 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Aus dem Spanischen von Petra Zickmann. Der Spion Lorenzo Falcó ist charismatisch, mit allen Wässerchen gewaschen und steht vor der waghalsigsten Mission seines Lebens. Es ist das turbulente Jahr 1936, und er hat den Auftrag erhalten, im südspanischen Alicante einen hochrangigen politischen Gefangenen zu befreien und vor dem sicheren Tod zu retten, eine kriegsentscheidende Aktion. Falcó hat drei Mitstreiter, darunter die undurchsichtige Eva Rengel. Man ist sich nie zuvor begegnet, muss sich aber absolut aufeinander verlassen können. Und während sie sich immer weiter in eine scheinbar bodenlose Situation aus Grausamkeit und Täuschung verstricken, kommen Falcó und Eva sich nahe. Gefährlich nahe, denn schon sehr bald wird deutlich, dass alle Beteiligten ein Doppelspiel betreiben.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.12.2017

Der fiktive Geheimagent Lorenzo Falcó ist so etwas wie der James Bond des Spanischen Bürgerkrieges, verrät Ralph Hammerthaler. Arturo Pérez-Reverte bewegt sich in seinem Roman "Der Preis, den man zahlt" zwischen geschichtstreuer Nacherzählung und fantastischem Spionage-Abenteuer: Als gewissenloser Doppelagent, der zwischen der Republik und dem rebellierenden Militär die Fronten wechselt, ohne mit der Wimper zu zucken, schlägt sich der hartgesottene Protagonist durch das Spanien des Jahres 1936, in dem General Franco auf verstärkte Unterstützung Hitlers und Mussolinis wartet, beschreibt der Rezensent. Als die sowjetische Geheimagentin Eva unbekannterweise die Szene betritt, ist Lorenzo vor allem an ihrem Körper interessiert, auch wenn diese sich als äußerst kompetent erweist und den Protagonisten aus einer misslichen Situation rettet. Dass die Beziehung dieser beiden starken Charaktere symptomatisch trotz einiger vielversprechender Szenen nicht aus den Klischees eines Bond-Films heraustreten darf, findet Hammerthaler schade.

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