Auf der Suche nach Inspiration fürs eigene Werkeln im Garten hat sich Jürgen Dahl vier Gartenbücher angesehen. Um es gleich vorweg zu sagen: Fündig wurde er dabei nicht. Das Klima in Deutschland erlaubt nun mal keine exotische Blütenpracht.
1) Charlotte Seeling: "Frauen und ihre Gärten" (Gerstenberg Verlag)
Dahl kann an diesen Gärten nichts spezifisch weibliches entdecken. Nur die Gärtnerinnen hätten etwas gemeinsam: Sie waren "überwiegend schön und wohlhabend". Die Schönheit ihrer Gärten schiebt er allein auf das mediterrane Klima.
2) Bill Laws: "Künstler und ihre Gärten" (Knesebeck Verlag)
Bei den Künstlergärten macht der Rezensent eine Verbindung zwischen Biografie, Garten und Werk aus. Die Wechselbeziehung zwischen diesen habe der Autor "unangestrengt verwoben" lobt Dahl. Auch die historischen Hintergründe würden mitgeliefert, berichtet Dahl und nennt als Beispiel die Beschreibung von Frida Kahlos "mexikanischem Nationalstolz".
3) Christa von Hantelmann (Hrsg.): "Gärten des Orients"
Hier lobt Dahl nur kurz die "schönen Beispiele" und erwähnt, dass man die im Buch vorgestellten Gartenanlagen in Marokko, Spanien, Indien und Syrien auch besuchen kann.
4) Sean Sexton: "Das wundersame Pflanzenreich des Charles Jones" (Verlag Frederking und Thaler)
Über diesen Band freut sich Dahl besonders. Der englische Gärtner Charles Jones (gestorben 1958) hat um die Jahrhundertwende nur zu seinem eigenen Vergnügen Gemüse und Früchte fotografiert. Diese Bilder hat der Fotohistoriker Sean Sexton auf einem Flohmarkt in London entdeckt und zu einem Bildband zusammengestellt, erzählt Dahl. Entzückt über das "faszinierende Rätselbuch" preist der Rezensent mit bewegenden Worten Jones` Schwarz-Weiß-Bilder von Lauch, Kohl und Äpfeln.
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