Aus dem Amerikanischen von Claudia Voit. Clare Sestanovich lotet in ihrem Debüt die Innenwelten unterschiedlichster Frauen aus und erzählt von ihrer unbestimmten Sehnsucht nach dem richtigen Leben. Von Iris, die nach einem One-Night-Stand schwanger wird, abtreibt und sehr viel später zufällig dem ahnungslosen Vater ihres ungeborenen Kindes wieder begegnet. Von einer namenlosen Mittzwanzigerin, die in einer WG wohnt, und eines Nachmittags ohne ersichtlichen Grund ihrem alten Highschool Englischlehrer eine E-Mail schreibt. Von Debbie, die beim Blick auf die Passwörter ihres Ehemanns realisiert, dass ihre Ehe vollkommen geheimnislos geworden ist. Es sind Geschichten über enttäuschte Erwartungen, die Melancholie der Existenz in unserer modernen Welt und die Hoffnung, dass alles irgendwann so sein wird, wie man es sich gewünscht hätte, hätte man damals schon gewusst, was man sich wünschen sollte.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 16.02.2023
Rezensentin Manuela Reichart freut sich über elf Erzählungen, die Frauenleben in Amerika porträtieren: Von Belastungen und kleineren wie größeren Tragödien schreibe Claire Sestanovich, von seltsam unterkühlten Frauen, die sich nach dem großen Ausbruch aus ihrem Leben sehnen. Die Rezensentin skizziert verschiedene der Geschichten und kommt über die angesprochenen Sujets zu dem Schluss, dass die Autorin ihre Kunst wirklich beherrscht.
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