Corinne Maier rechnet mit dem Ideal der Mutterschaft ab, denn so die zweifache Mutter Kinder machen nicht glücklich. Sie ruinieren Körper und Sexleben, vergraulen gute Freunde, sind teuer, und hängen einem mindestens 20 Jahre an der Backe.
"Schrill, unsachlich und unfair bis zur Beleidigung" findet eine davon höchst begeisterte Rezensentin Susanne Mayer dieses Buch. Wahrscheinlich gebe es augenblicklich keine bösere Beschreibung des gegenwärtigen Kultes um das Kind, die auch die grassierenden Mythen vom Mutter-, Karriere und Familienglück gründlich zurechtrücken würden. Doch das ist Mayer zufolge eben gerade das Gute an diesem Buch, das sie als "gewagte Stilübung, exerziert mit dem Florett der Polemik" beschreibt. Mit großer Emphase schließt sich die Rezensentin außerdem den Befunden der Autorin an, und spürt doch hinter aller kritischer Verve ein leidenschaftliches Plädoyer für eine "bessere Kindheit, entspannteres Familienleben und eine schönere Gleichberechtigung".
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Ulf Poschardt: Bückbürgertum Gefährlicher als die Shitbürger sind die Bückbürger. Jene Konservativen und Liberalen, CEOs und Manager, Bischöfe und Intellektuelle, Kanzlerinnen und Kanzler die - wider…