Dietrich Schwanitz erschließt dem Leser den unermesslichen Gedankenreichtum der Tragödien "Hamlet", "König Lear" und "Der Kaufmann von Venedig" sowie der Komödie "Der Widerspenstigen Zähmung" und offenbart, auf welchem Fundament seine Bildung und unsere Bildung ruht. Zeit seines Lebens war für Dietrich Schwanitz das Werk William Shakespeares Dreh- und Angelpunkt seiner literarischen, philologischen und philosophischen Aktivitäten. Nach seiner Emeritierung begann er in den Jahren 2002/2003 mit einem einzigartigen Projekt: der erläuternden Nacherzählung sämtlicher Shakespeare-Dramen. Was uns heute als fragmentarisches Vermächtnis Schwanitz` vorliegt, ist eine Einführung in vier zentrale Werke Shakespeares, deren Lektüre das Glück der Erkenntnis bereitet.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 24.11.2007
Diese Veröffentlichung ist der Torso eines enormen Projekts, das der Anglist Dieter Schwanitz, als er 2004 starb, noch lange nicht vollendet hatte: Er plante die Nacherzählung sämtlicher Shakespeare-Stücke. Immerhin eines davon - und ein nicht ganz unbedeutendes dazu - hat er geschafft: den "Hamlet". Und Stefana Sabin ist vom Ergebnis ziemlich begeistert. Von einer konventionellen Nacherzählung ist das, was nun aus dem Nachlass veröffentlicht wurde, nach ihrem Bericht denkbar weit entfernt. Vor keiner Assoziation, Abschweifung und auch Analyse schrecke der fröhliche Wissenschaftler Schwanitz zurück, bleibe bei alledem durchaus "seriös" und zeige sich von der Sprache Shakespeares angemessen fasziniert. Methodisch bewegt sich das, so Sabin, "zwischen Textimmanenz und neuem Historismus" und wer begreifen will, was uns "Hamlet" heute emotional wie philosophisch bedeuten kann, der ist bei Schwanitz, findet die Rezensentin, an der richtigen Adresse.
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