Dolly Alderton

Gespenster

Roman
Cover: Gespenster
Atlantik Verlag, Hamburg 2021
ISBN 9783455011098
Gebunden, 384 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Eva Bonné. Die erfolgreiche Food-Autorin Nina George trägt ihren zweiten Vornamen, weil ein Hit von Wham! an ihrem Geburtstag vor zweiunddreißig Jahren auf Platz eins der Charts stand. Das beeindruckt Max, den sie von einer Dating-App kennt und der auf rasante Weise ihr Herz erobert. Doch genauso schnell, wie er Nina an der Nachtbushaltestelle das ewige Glück versprochen hat, verschwindet er plötzlich wieder aus ihrem Leben - ohne eine Spur zu hinterlassen. Gleichzeitig plant Ninas Exfreund seine Hochzeit, und ihre beste Freundin erwartet ihr zweites Baby. Und dann erkrankt ihr geliebter Vater an Demenz. Als Nina alles zu entgleiten droht, wünscht sie sich nur noch sehnlichst in ihre Jugendtage zurück - bis sie erkennt, dass das Leben immer in dem Moment zwischen Vergangenheit und Zukunft spielt. Ein Roman über Beziehungen in all ihren Formen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.04.2021

Rezensentin Anna Hordych wundert sich, dass Dolly Alderton in ihrem Roman, in dem die 32-jährige Nina Opfer des mittlerweile zur "Kulturtechnik" avancierten digitalen Ghostings wird, nur die Männer ghosten und die Frauen nervös warten lässt. Das Leben von Frauen so als Wettrennen ums Heiraten und Kinderkriegen zu erzählen, erscheint der Rezensentin zu stereotyp. Trotzdem findet sie es "hellsichtig", wie Alderton die Abgründe der digitalen Verfügbarkeit, des Ghostings als Schattenseite eines "endlosen Möglichkeitsraums" auslotet, in denen besorgtes Nachfragen als Stalking und das Löschen von Nummern als Gedächtnisreinigung gilt, wie Hordych anerkennend schließt.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 06.02.2021

Rezensentin Eva Biringer lässt sich von Dolly Alderton und ihrer Romanfigur das Phänomen des Ghosting erklären. Wie die Protagonistin sich über eine Dating-App verliebt, der Wunschpartner aber ebenso schnell spurlos wieder verschwindet wie er aufgetaucht ist und die gekränkte Frau mit ihrem Versuch zu verstehen alleine lässt, davon erzählt der Roman laut Biringer mit Wortwitz, Feingefühl und Sinn für Details. Ein echter Pageturner und klug dazu, versichert die Rezensentin.

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