Elizabeth Subercaseaux

Eine Woche im Oktober

Roman
Cover: Eine Woche im Oktober
Pendo Verlag, München 2008
ISBN 9783866121546
Gebunden, 200 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Aus dem Spanischen von Maria Hoffmann-Dartevelle. Santiago de Chile: Clara ist 46 Jahre alt, als sie die tödliche Diagnose erfährt: Krebs. Ein Jahr später findet Clemente, ihr Mann, ein Heft mit Aufzeichnungen von ihrer Hand. Zögerlich beginnt er zu lesen und entdeckt eine Frau, die er nie kannte. Denn Clara beschreibt ihre Ehe als hohl und leer. Und: Offenbar weiß sie seit langem, dass Clemente eine Geliebte hat, zu der sie all die Jahre schwieg. Bis sie durch Zufall Leon begegnet, einem Mann, der ähnlich krank ist wie sie ... Doch manchmal ist die Wirklichkeit anders, als sie scheint. Und manchmal sind die Wege, über die eine Frau sich endlich jenes Leben verschafft, das ihr stets fehlte, geheimnisvoller, als eine Affäre es je zu sein vermag.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 22.05.2008

Marion Löhndorf macht in ihrer Besprechung des Romans "Eine Woche im Sommer" der 1945 in Chile geborenen Elizabeth Subercaseaux die Kommunikation als "Kernthema" des Buches aus. Das "Leidensprotokoll" einer durch zwanzig Jahre Ehe und eine Krebserkrankung gebeutelten Frau - der Ich-Erzählerin Clara, deren autobiografische Aufzeichnungen von ihrem Ehemann Clemente gefunden werden - wird im Roman durch den zum Leser ihrer (Lügen-)Geschichten bestimmten Clemente reflektiert. Löhndorf hält diese Polyphonie für den "Kunstgriff", von dem der Text lebt. Die sich aus dem Lesen-Gegenlesen ergebenden Mutmaßungen über die Natur des von Clara Geschriebenen - manches wirkt auf den Ehemann wie erfunden - und die Verunsicherungen, die der Blick auf das geteilte Leben zweier Menschen bewirkt, lösen sich zwar nicht in einem klärenden Gespräch zwischen dem Ehepaar auf. Die Rezensentin bewertet die Aufzeichnungen Claras dennoch als einen gelungenen Versuch, sich auszudrücken und so einen Dialog zu suchen.

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