Aus dem Italienischen von Jutta Wurm. Aber wer ist dieser Mann? Warum all das Blut und die Rache? Woher kam er?" "Hört mir zu, Mylady", sagte Yanez, bot ihr seinen Arm und zog sie auf einen schattigen Weg. "Die meisten glauben, Sandokan sei nichts weiter als ein gemeiner Pirat, der, gierig nach Blut und Beute, aus den Wäldern Borneos herüberkam. Aber sie täuschen sich: er ist von königlichem Geschlecht und kein Pirat, sondern ein Rächer..."
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.02.2010
Rezensent Burkhard Müller begrüßt diese Neuausgabe von Emilio Salgaris Roman "Die Tiger von Mompracem", für ihn ein Werk wie eine "große Oper im Dschungel". Er sieht in Salgari den Karl May Italiens und stellt auch eine Reihe von Ähnlichkeiten zwischen den beiden Schriftstellern fest. Dass es im vorliegenden Roman um das Leben des Piraten Sandokan in Sachen Logik, Psychologie und Moral nicht immer wirklich passt, nimmt Müller gelassen hin. Stattdessen sieht er bei Salgari die "unbedingte Präsenz der Leidenschaft" im Bunde mit einer "rückhaltlosen Rhetorik" herrschen. Und: während Musik und Liebe bei Karl May schweigen, erklingen sie laut Müller bei Salgari in "voller Besetzung".
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