Eine Insel. Ein Haus. Ein Keller. Fünf Jugendliche, die mit Gewalt darin festgehalten werden. Kein Tageslicht. Und täglich wird einer von ihnen nach oben geholt. Doch niemand spricht über das, was dort geschieht. Denn wer spricht, stirbt, bekommen sie gesagt. Die Lage scheint aussichtlos, und Angst, Wut, Schmerz, Verzweiflung und Sehnsucht lassen die Jugendlichen beinahe verrückt werden. Doch nichts kann sie retten vor den schrecklichen Dingen, die geschehen. Bis ein neuer Junge zu ihnen gebracht wird, der nicht bereit ist, die Gewalt zu akzeptieren.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.02.2014
Friedrich Ani hat einen Kinder-Albtraum geschrieben, ein "wüstes Wiegenlied", das von Missbrauch und Todesangst erzählt, von eisigen Kellerlöchern, in denen Kinder in Trainingshosen auf feuchten Matratzen schlafen, bis man sie nach oben holt, um ihnen ihre anmaßende, selbstgefällige Unbedarftheit auszutreiben, fasst Fritz Göttler zusammen. Schon früh ist klar, "Die unterirdische Sonne" kann kein echtes Happy End haben, verrät der Rezensent, Glück, Geborgenheit und Sonnenschein sind von Ani schlicht nicht vorgesehen. Mit diesem Buch lässt der Autor die Härte seiner Krimis weit hinter sich, warnt Göttler.
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