Zeichnung von Adrian Alphona. Aus dem Amerikanischen von Carolin Hidalgo. Die junge Kamala Khan ist die nerdige Tochter pakistanischer Einwanderer in New Jersey. Sie steht total auf Ms. Marvel und die Avengers, schreibt Superhelden-Fanfiction, hasst es, dass sie wegen ihrer Religion und Kultur von allen anders behandelt wird! Als sie unglaubliche Kräfte erhält, muss sie herausfinden, was Andersartigkeit wirklich bedeutet. Moderne Superhelden-Seifenoper mit Humor und Action
Die neue muslimische Ms. Marvel ist für Christoph Haas Anlass zum Jubeln. Nicht nur, weil G. Willow Wilson (Text) und Adrian Alphona (Zeichnungen) mit ihrem Relaunch geschickt an den alten Superheldenmythos anknüpfen, sondern vor allem, weil sie ihn im Rückgriff tatsächlich erneuern, wie Haas versichert. Das geschieht laut Rezensent mittels zwischen Realismus und Cartoon changierenden Bildern, einer zwischen religiösen Werten und ihren Fragwürdigkeiten zerrissenen Heldin, karger aber differenzierter Illustration und jeder Menge Komödiantischem. Ms. Marvel von nebenan (New Jersey, nicht New York!), die mit ihren Kräften umzugehen lernen muss, ist für Haas eine zeitgemäße Superheldin.
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