Mit einem Vorwort von Andreas Platthaus. Der französische Künstler Marc Lizano als Autor und der deutsche Künstler und Max und Moritz-Preisträger Ulf K. haben auf kongeniale Weise neue Abenteuer der beiden unsterblichen Charaktere des deutschen Zeichners Erich Ohser alias e.o.plauen erfunden. Sie setzen sie stilistisch brillant in Szene, nah an der Linienführung von Ohser und doch mit offensichtlicher persönlicher Note. Enstanden sind neue Episoden für eine neue Lesergeneration, frech und verspielt, menschlich und versöhnlich - und wie bereits beim früheren Werk ohne Texte, als pantomimischer Stummfilm zum Lesen.
Erich Ohser hatte seine Comics über Vater und Sohn in den Dreißigerjahren nur noch unter dem Pseudonym e. o. plauen veröffentlich dürfen, weil er den Nazis als Karikaturist unter Klarnamen zuvor ungemütlich geworden war, weiß Marc Reichwein. Jetzt haben Marc Lizano und Ulf K. die beliebten Figuren in "Neue Geschichten von Vater und Sohn" wieder aufgegriffen und ein glückliches Händchen für die Reanimation bewiesen, freut sich der Rezensent. Ein wenig Farbe, eine sanfte Verschiebung des Zeichenstils und Requisiten aus dem Alltag unserer Gegenwart geben dem Comic genau das richtige Maß an Neuheit, ohne es an Respekt für das Original mangeln zu lassen, lobt Reichwein.
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