Aus dem Amerikanischen von Peter Torberg. Acht Erzählungen über das Verhältnis Amerikas zu Konflikt, Krieg und Gewalt: In der Tradition von Anti-Kriegs-Büchern wie "Catch 22" oder "Slaughterhouse-Five" ist das Debüt von Gabe Hudson mehr als ein Buch über den Golfkrieg- "Dear Mr. President" ist eine Anklage gegen Kriege jeder Art.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 26.06.2004
Nichts lässt Gabe Hudson unversucht, in seinen Golfkriegs-Erzählungen dem Wahnsinn des Krieges mit dem Wahnsinn seiner Geschichten zu Leibe zu rücken. Nun sei das, wie die Rezensentin Angela Schader einräumt, ein durchaus legitimes Unterfangen, das freilich seine Gefahren hat. Die, dass sich etwas sensiblere Leser durch die "Mischung aus Slapstick und Splatterpunk", durch die versammelten "Geschmack- und Sinnlosigkeiten" verletzt fühlen könnten, zählt sie noch nicht einmal im Ernst dazu. Die eigentliche Gefahr sei vielmehr, dass Hudson durch allzu große Beliebigkeit langweilt. Und der entgeht er, aufs Ganze gesehen, nicht. Talent will die Rezensentin dem Autor gar nicht absprechen, er "verzettele" sich nur "zu häufig".
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