Gary Hamel

Das revolutionäre Unternehmen

Wer Regeln bricht: gewinnt
Cover: Das revolutionäre Unternehmen
Econ Verlag, München 2001
ISBN 9783430139076
Gebunden, 356 Seiten, 30,63 EUR

Klappentext

Hamels Botschaft: Das Zeitalter des Fortschritts ist zu Ende, das Zeitalter der Revolution bricht an. Bloße Funktionsträger und Pfründebesitzer kämpfen gegen kreative Eindringlinge und Aktivisten - sie werden verlieren. Traditionelle Hierarchien der Erfahrung wehren sich gegen neue aus Ideen, Visionen und Imaginationen - und unterliegen. Hamels Buch ist ein Aktionsplan, mit dem Unternehmen, Manager und Mitarbeiter zu hungrigen Revolutionären werden. Denn nur wer Regeln bricht, gewinnt, nur wer sich permanent neu erfindet und so das revolutionäre Unternehmen schafft, ist künftig erfolgreich. Es gibt sie schon, die neuen Revolutionäre: Ikea, eBay, The Body Shop, IBM, Dell.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.04.2001

Winfried Kretschmer ist geteilter Meinung: Einerseits bemängelt er, dass Hamels Feststellung, nur fortwährende Innovation könne zu höherer Rendite bei Unternehmen führen, nicht gerade neu ist. Auch Hamels Pathos findet er übertrieben, besonders weil der Autor auf der vorletzten Seite überraschenderweise seine Thesen stark relativiert, so dass der Rezensent den Eindruck bekommt, es gehe hier weniger um Revolution als um Evolution. Gut gefallen Kretschmer hingegen die Fallstudien zu bekannten Großunternehmen, bei denen der Autor der Frage nachgeht, wie fortwährende Innovation möglich ist. Hamel plädiere dafür, dass in Unternehmen auch "bahnbrechende, unkonventionelle, vielleicht unvernünftig erscheinende Ideen ihre Chance bekommen" müssen. Innovation sei vor allem das Verdienst von Träumern und Unzufriedenen, und nicht von Planern und Technokraten. Hamels Forderung nach Abschaffung von Hierarchien und Kontrolle und seine These, dass "nicht der Untertan, sondern der aktive 'Unternehmensbürger'" für Innovationen gefordert ist, scheint Kretschmar durchaus einleuchtend zu finden.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.02.2001

Ralf Nöcker gibt zu, dass er an diesen neuen Band Hamels recht hohe Erwartungen hatte, die er allerdings auch "weitgehend" erfüllt sieht. Hamels Ideen über die notwendige stetige Erneuerung von Geschäftsmodellen in der heutigen Zeit, die Forderungen nach einem Umdenken und das Aufzeigen von "Ansatzpunkten für Innovationen" und deren Durchsetzung findet der Rezensent überaus "anregend", zumal der Autor seine Überlegungen auch mit praktischen Beispielen plausibel und nachvollziehbar mache. Auch die Gestaltung des Bandes findet Nöcker "innovativ", etwa wenn Sätze durch verschiedene Schriftarten gestaltet werden und "schlangen- oder parabelförmig über die Seiten" laufen. Kritik äußert der Rezensent lediglich an der Übersetzung, wo er manche Ungenauigkeiten ausmacht. Außerdem stellt Nöcker die Frage, welcher vielbeschäftigte Manager überhaupt die Zeit hat, sich durch einen solchen Wälzer durchzuarbeiten.
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