Jedem sind jiddische Wörter wie "Chuzpe", "Stuss" und "Tacheles", "malochen", "meschugge" und "schmusen" geläufig. Nachdem sie in antisemitischem Kontext missbraucht und deshalb nach dem Zweiten Weltkrieg mit einem Tabu belegt worden waren, sind sie seit den siebziger Jahren in die Verkehrssprache zurückgekehrt. Heute gehören sie in vielen Fällen zu den Kennwörtern eines modischen Jargons, den Börsenmakler ebenso pflegen wie Politiker oder Sportler. Hans Peter Althaus erklärt in diesem Buch auf anschauliche und unterhaltsame Weise den Gebrauch der jiddischen Wörter im heutigen Deutsch und beschreibt den kultur- und sozialgeschichtlichen Hintergrund ihres Weges in die deutsche Sprache. Ein Glossar bietet einen Überblick über häufig gebrauchte jiddische Wörter und ihre Bedeutung.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 26.03.2003
In den jüdischen Gemeinschaften, weiß Thomas Meyer, hatte das Jiddische, dem Hebräischen untergeordnet, immer die Funktion einer "Sprache für den alltäglichen Umgang" inne. Aus Hans Peter Althaus' Buch hat er nun erfahren, wozu Entlehnungen aus dem Jiddischen in der heutigen deutschen "Alltags- und Pressesprache" dienen, nämlich vor allem zum Ausdruck von solchen Nuancen und Zwischentönen, für die das urdeutsche Wörterbuch nichts anbietet. "Gar nicht akademisch" komme der Band daher und sei daher jedem empfohlen, der neugierig aufs Jiddische ist.
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