Hugo von Hofmannsthal, Richard Strauss

Elektra

Schauspiel- und Opernfassung. 3 CDs
Cover: Elektra
Edition Mnemosyne, Neckargemünd 2004
ISBN 9783934012196
CD, 32,00 EUR

Klappentext

3 CDs, 168 Minuten. Sprecher: Maria Becker, Maria Wimmer u. a.; Gesang von Inge Borkh, Margarete Klose u. a.. Mit 52-seitigem Booklet. Seit der Uraufführung der "Elektra" im Jahre 1909, mit der Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss ihre erfolgreiche Zusammenarbeit begründeten, steht Hofmannsthals Schauspiel "Elektra" im Schatten der begeistert aufgenommenen Opernfassung. Doch schon die Uraufführung des Schauspiels durch Max Reinhardt (1903 in Berlin: mit Gertrud Eysoldt in der Titelrolle) hatte den Durchbruch Hofmannsthals als Dramatiker gebracht. Es wurde als neue "anti-klassizistische", auf Nietzsche und Bachofen gründende, "wilde" Form der Antikenrezeption gefeiert. Viele große Schauspielerinnen haben sich der Herausforderung der Titelrolle, aber auch der der Klytämnestra gestellt: von Gertrud Eysoldt über Tilla Durieux bis zu Maria Becker, Maria Wimmer und Edith Clever. In zwei Rundfunkarchiven haben wir zwei große Schätze aus den fünfziger Jahren entdeckt: beim SWR (früher SWF) in Baden-Baden eine Studio-Aufnahme des Schauspiels aus dem Jahr 1959 mit Maria Becker und Maria Wimmer - die einzige Aufnahme übrigens, in der die beiden großen Schauspielerinnen je zusammenwirkten; und beim Hessischen Rundfunk (HR) die Aufzeichnung einer konzertanten Aufführung der Opernfassung aus dem Jahr 1953, mit einer herausragenden, damals ganz "modernen" Besetzung: Inge Borkh als Elektra, Margarete Klose als Klytämnestra und Annelies Kupper als Chrysothemis.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 19.05.2004

"Eine schöne Entdeckung, die einer Ausgrabung gleichkommt", jubelt Rezensent Rolf Michaelis. Gleich zwei "hörenswerte Aufnahmen" sind hier zusammengebracht worden: als Schauspiel mit Maria Becker und Maria Wimmer sowie eine konzertante Aufführung mit Inge Borkh und Margarete Klose. Und auch der antike Stoff selbst hat für Michaelis nichts an Aktualität verloren, denkt man an den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern: "hier die Rächerin Elektra ..., die sich heute eine Sprengstoffgürtel umschnallen würde; dort die Schwester Chrysothemis, die den Kreislauf von Gewalt und Gegengewalt, von Blutrache aufbrechen möchte, um sich selbst zu sein, als liebende Frau, die Kinder haben will".

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